Nintendo 3DS (3DS)

3ds_artwork_aqua-blau__15_.jpg
Hersteller: 
Nintendo

Am 25. März 2011 hatte das lange Warten ein Ende – Nintendo veröffentlichte die nunmehr fünfte Version des weltweit erfolgreichen Handhelds. Wie der Name, Nintendo 3DS, der neuesten Innovation von Nintendo schon vermuten lässt, hat der japanische Konzern diesmal den Fokus auf die 3D-Technologie gelegt. Doch den Spieler erwarten nicht nur dutzende Spiele in 3D-Grafik auf dem oberen Bildschirm des Gerätes, auch andere, neue Features gibt es zu entdecken. Im folgenden Hardware-Test wollen wir gemeinsam einen Blick auf die Ausstattung des Gerätes mitsamt allen Features werfen.

Lieferumfang & Ausstattung

Im Lieferumfang ist neben dem Handheld selbst und einigen Bedienungsanleitungen, unter anderem eine Ladestation, sogenannte Augmented Reality Cards und eine 2GB SD-Karte enthalten. Des Weiteren ist so einige Software bereits vorinstalliert. Bevor wir jedoch zu den neuen Features des Nintendo-Handhelds kommen, sei festgehalten, dass sich das Aussehen der Spielekonsole nahezu nicht verändert hat. Derzeit sind die beiden Farben Aqua Blue und Cosmos Black erhältlich, auf der Oberseite des Gerätes ist dabei ein leichter Farbverlauf erkennbar. Außerdem hat der 3DS eine glänzende Oberfläche aufzuweisen, ist also beispielsweise wesentlich empfindlicher für Fingerabdrücke und zudem spiegelt die Oberfläche. Hier entscheidet sicherlich der jeweilige Geschmack, ob einem diese Veränderung im Vergleich zur rauen Oberfläche des DSi gefällt. Wie alle Vorgängermodelle vor ihm, so besitzt auch der 3DS zwei Bildschirme. Der untere ist und bleibt der Touchscreen, der nun etwas sensibler zu reagieren scheint, außerdem soll er wohl durchaus robuster sein, als die Bildschirme der Vorgänger. Somit sollten Kratzer nicht so schnell auftreten, allerdings wurde auf die Unterstützung von Multi Touch verzichtet.
 
An der Unterkante des Touchscreens sind die beiden Tasten „Start“ und „Select“ zu finden, ebenso der Home-Button, wie man ihn von der Wiimote der Wii vielleicht kennen mag. Mit ihm kann man eine laufende Software jederzeit unterbrechen und ins Menü zurückkehren, ohne die Software ganz beenden zu müssen (sofern keine neue Anwendung gestartet wird). In diesem Pause-Modus ist es euch möglich, ein Notizbuch zu öffnen, indem ihr für die Software relevante Informationen niederschreiben könnt. Perfekt nutzbar um sich eine Taktik für den nächsten Boss zurecht zu legen oder sonstige Rätsel zu lösen. Der obere Bildschirm auf der Innenseite des Deckels bietet ein 3D-Display und ist etwas größer als der untere Bildschirm, da er im 16:9 Format gehalten ist. Die Nutzung des 3D-Effektes ist ohne Brille möglich, mithilfe eines Schiebereglers an der Seite ist es möglich, die 3D-Darstellung stufenloses einzustellen bzw. abzuschalten. Wahlweise kann die 3D-Darstellung auch mit einem Passwort gesperrt werden.
 
Auch in Sachen Steuerung hat sich der Nintendo 3DS voll und ganz auf seine Vorgänger berufen, allerdings mit einigen, feinen Verbesserungen. Zur verbesserten Steuerung der Charaktere in Spielen, die nicht nur die Fortbewegung in die vier Himmelsrichtungen erlauben, wurde ein sogenanntes Slide Pad auf der linken Seite oberhalb des Steuerkreuzes integriert. Dieses Pad funktioniert einwandfrei und wird sich in diversen Spielen sicherlich bezahlt machen, denn eine genauere Steuerung ist garantiert. Ebenso vorhanden sind die 4 Tasten auf der rechten Seite. Die Y-,X-,B- und A-Taste verfügt über einen guten Druckpunkt, gleiches gilt für die Schultertasten auf der Rückseite. Im Gegensatz zum DSi befindet sich der Touchpen nicht mehr an der Seite, sondern auf der Rückseite des Gerätes, gleich neben dem Slot für die DS-Spiele. Der Stift an sich ist wesentlich hochwerter verarbeitet als alle anderen zuvor, zudem ist er bis zu einer bestimmten Länge ausziehbar, sodass sich jeder mit ihm zurecht finden sollte.

Die Kameras und die Möglichkeiten mit den Augmented Reality Cards

Wie der direkte Vorgänger, der DSi, so besitzt auch der 3DS Kameras, jedoch gleich zwei Stück auf der Außenseite, um stereoskopische 3D-Aufnahmen zu ermöglichen, die Innenkamera ist auf den Spieler selbst gerichtet und dient zum Beispiel als Mittel für Selbstporträts, die nicht selten in kleineren Spielereien gefordert sind. Alle Kameras haben eine Auflösung von 640 x 480 Pixel, somit 0,3 Megapixel, was einer VGA-Auflösung entspricht. Leider hat es Nintendo hier nicht geschafft, die Qualität der Kameraaufnahmen zu erhöhen, so sollte man den 3DS nicht als Ersatz für einen Fotoapparat sehen, lediglich für die ein oder anderen Schnappschüsse sind die Kameras zu gebrauchen. Die Bilder wirken recht pixelig und schon sobald die Lichtverhältnisse auch nur ein wenig vom Optimum entfernt sind, wird es schwierig, überhaupt noch gute Bilder hinzubekommen. Mehr oder weniger gelungene Schnappschüsse können weiterhin mit der vorinstallierten Software bearbeitet werden. Mit Hilfe diverser Stifte und Farbe könnt ihr eure Bilder nach Belieben bearbeiten, es können Stempel in allen möglichen Varianten (Herze, Sterne, Kleeblätter) aufgebracht werden und auch kann man mit 3D-Utensilien spielen, indem man beispielsweise die Höhe und Tiefe der Bilder anpasst. Gespeicherte Meisterwerke können jederzeit vom Gerät auf die SD-Karte kopiert werden, sodass sie auch auf dem PC anschaubar sind.
 
 
Eine weitere, wichtige Rolle spielen die Kameras, wenn es um die Augmented Reality Spielereien mit dem Gerät geht. Auf Deutsch heißt dies so viel wie „Erweiterte Realität“. Um diese zu erschaffen, benötigt ihr die mitgelieferten Karten, auf denen z.B. Fragezeichen-Box, Kirby, Mario oder Link zu finden sind. Die Fragezeichen-Box nimmt dabei die zentralste Rolle ein. Denn diese müsst ihr mit den beiden äußeren Kameras ins Visier nehmen, während sie in einem möglichst gut ausgeleuchtetem Raum auf einer glatten Oberfläche liegt. Wie aus Zauberhand entspringt eine dreidimensionale Fragezeichen-Box aus der Karte. Mehrere von ihnen gelten als Menü, mithilfe eines Fadenkreuzes könnt ihr verschiedene Kisten auswählen. Diverse Spielen warten nur darauf, von euch ausprobiert zu werden. Der Clou an der Sache ist, dass als Spielwelt jeweils die echte, reale Umgebung gilt. Wählt ihr also beispielsweise das Fischen aus, so schwimmen die begehrenswerten Fische in einem See, der auf eurem Tisch entstanden ist. Oder ihr versucht euch im Zielschießen gegen einen mächtigen Drachen, der, wie es scheint, aus der Karte und dem Tisch hervor kommt. Mit dem 3DS könnt ihr euch, in einem eingeschränkten Radius, um die Karten herum bewegen, ein Abstand von maximal 35cm zur Karte muss aber gewährt bleiben.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Karten mit den beliebten Videospielhelden kommen im „Star-Modus“ zum Einsatz. Hier könnt ihr die jeweiligen Charaktere zum Leben erwecken und mit ihnen lustige Szenen arrangieren, verschiedene Bewegungsmuster können eingenommen werden, ansonsten sind die Charaktere aber statisch. Darüber hinaus können neue Spiele bzw. neue Level freigeschaltet werden. Allerdings darf man hier nicht von einem riesigen Umfang ausgehen, für eine Runde zwischendurch und zur Demonstration der Technik eignet sich die Erweiterte Realität aber allemal.
 
Das gilt auch für das bereits vorinstallierte Spiel „Face Riders“. Hier dient euer eigenes Gesicht, oder das eines Freundes als Kopf für gegnerische Feinde. Die zwei Außenkameras nehmen die Umgebung auf, in denen dann die Gegner erscheinen, gerne auch einmal außerhalb des Sichtfeldes, weshalb ihr euch ständig um euch selbst dreht, um die Gegner mit gezielten Schüssen loszuwerden, auch ein nett inszenierter Bosskampf wartet am Ende eines jeden Levels.

Wie überzeugend ist der Nintendo 3DS-Sound?

Auch mit von der Partie ist der Nintendo 3DS Sound. Hier könnt ihr mithilfe des Mikrofons eigene Nachrichten von maximal 10 Sekunden Länge aufnehmen und diese dann bearbeiten. Dabei habt ihr Zugriff auf die Schnelligkeit des Abspielens und auf die Höhe bzw. Tiefe der Stimme. Auch könnt ihr die Stimmen verändern, beispielsweise in eine Roboter-Stimme oder Trompetentöne. In gewisser Weise kann der 3DS auch als Musikplayer gesehen werden, immerhin werden nun auch Musikdateien im mp3-Format akzeptiert und können auf dem 3DS abgespielt werden. Als richtiger Ersatz für einen waschechten Mp3-Player ist der Handheld aber nicht geeignet, ein Abspielen der Musik im StandBy-Modus (zugeklappter DS) ist bislang nicht möglich. Der Anschluss für den Kopfhörer findet man nun übrigens auf der Vorderseite des Gerätes, gleich unter dem Home-Button. Sowohl die 3DS-Kamera, als auch der 3DS-Sound sind somit im Grunde genommen nette Spielereien, der eine wird sicherlich eine Weile damit seinen Spaß haben, andere werden die Software von Anfang an links liegen lassen. Sicherlich ist die Verfügbarkeit dieser beiden Features eine nette Sache, mehr als eine nette Dreingabe sind sie aber nicht.
 
Auch wenn man den 3DS nicht als portablen Mp3-Player sehen will, wird man ihn dann doch irgendwie schon öfter einmal dabei haben. Nicht nur, weil es sich hier um eine portable Spielekonsole für beispielswiese lange Bahnfahrten handelt, vielmehr kommen ein Beschleunigungssensor, sowie ein Gyrometer zum Einsatz. Diese erlauben nicht nur, dass ihr Spiele z.B. durch das Hin-und Herbewegen des DS steuern könnt bzw. euch mit dem Bewegen des Gerätes ingame umsehen könnt, vielmehr ist somit auch ein Schrittzähler integriert. Alle 100 Schritte wird euch eine sogenannte Spielmünze gutgeschrieben, bis zu 10 von ihnen könnt ihr am Tag sammeln. Mit den Spielmünzen könnt ihr in diversen Spielen neue Modi oder sonstige Dinge freischalten.

Die Mii’s wagen den Sprung in die dritte Dimension

Nichts freizuschalten gibt es hingegen im Mii-Maker. Ja, ihr habt richtig gehört, Nintendo setzt nun auch bei seinem Handheld auf die Erstellung eines eigenen Charakters, dem sogenannten Mii. Dieses Alleinstellungsmerkmal der stationären Konsole Wii gehört nun also der Vergangenheit an. Im Mii-Maker, diesen erreicht ihr über das Hauptmenü, welches ebenso aufgebaut ist, wie jenes auf der Nintendo Wii, könnt ihr euren Alter Ego also nach euren Wünschen gestalten. Neben der Wahl zwischen verschiedenen Kopfformen, Frisuren, Augen, Nasen eurer Lieblingsfarbe etc. gibt es allerdings keine Einstellungen mehr vorzunehmen. Ein allzu detailliertes Erstellen des Mii’s ist also nicht möglich, dies ist man von der Wii allerdings durchaus schon gewöhnt, auch wenn es mehr Einstellungsmöglichkeiten beim 3DS gibt. Wenn ihr euren Mii nicht von Grund auf selber erstellen wollt, könnt ihr auch ein Bild von der SD-Karte wählen, welches in einen Mii-Charakter umgewandelt werden soll. Ebenso neu ist das Feature des „QR-Codes“. Hier werden die Mii’s in Strichcodes dargestellt, ihr könnt mithilfe der Kamera entweder einen solchen Code einscannen, sodass der Mii dann automatisch auf eurem 3DS landet, oder ihr lasst euren eigenen Mii in einen Code umwandeln und verteilt diesen an eure Freunde. Erstellte Mii’s dienen als Charakter in diversen Spielen, auch empfangene Mii’s von Freunden werdet ihr in diversen Spielen wieder sehen.
 
 

StreetPass – Die neue Art der Interaktion

Ein weitaus wichtigeres Feature stellt jedoch „StreetPass“ und „SpotPass“ da, die aber erst durch die Einbindung der Mii-Charaktere Sinn ergeben. Beide kommen zum Tragen, wenn ihr den 3DS mit euch führt, sobald ihr das Haus verlasst. Voraussetzung dafür ist, dass ihr euren Handheld nicht komplett ausschaltet, sondern im StandBy-Modus belasst. StreetPass stellt eine neuartige Möglichkeit der Interaktion mit anderen Spielern dar, dabei müsst ihr ihnen gar nicht mal wissentlich begegnen. Vielmehr begegnen sich die unterschiedlichen 3DS-Geräte. Beim Vorbeigehen an einem anderen 3DS-Besitzer tauschen die beiden Geräte Daten aus, ihr könnt damit neue Inhalte und Herausforderungen erhalten. In der StreetPass Mii-Lobby könnt ihr nach eurem Ausgang feststellen, ob ihr wem begegnet seid und Informationen über den jeweiligen Mii in Erfahrung bringen. So zum Beispiel wann ihr euch begegnet seid, aus welchem Bundesland der andere stammt und welches Spiel er als letztes in Benutzung hatte. Eine individuelle Nachricht, die dem jeweils anderen bei Begegnung angezeigt wird, kann ebenfalls erstellt werden. SpotPass hingegen dient der drahtlosen Internetverbindung eures Nintendo 3DS mit einem Netzwerk oder einem Hot Spot. Somit werden automatisch Updates oder Mitteilungen heruntergeladen.

Die StreetPass-Spiele im Detail

Das StreetPass-Feature soll nicht nur in externer Software Verwendung finden, sodass ihr bei einem Beat Em Up beispielsweise automatisch einen Kampf mit eurer Bekanntschaft austragt, auch gibt es bereits vorinstallierte Software für genau dieses Feature. Es handelt sich dabei zum einen um „Puzzle-Tausch“. Hier könnt ihr von denjenigen, denen ihr begegnet seid, Puzzleteile erhalten, die nach und nach ein Puzzle vervollständigen. Ziel ist es hier also, möglichst viele Puzzleteile zu sammeln, um damit nach und nach immer mehr Puzzle zu vervollständigen, sei es ein Zelda- oder Kirby-Puzzle. Im RPG „Rette die Krone“ könnt ihr eure Mii-Bekanntschaften zu Helden rekrutieren und sie losschicken, den König zu befreien. Dieser wurde nämlich entführt und wartet nun auf eure Hilfe. Wahlweise einen oder mehrere Helden unterschiedlicher Stufen können ausgesandt werden, um sich den Weg zum König zu bahnen. Auf dem Weg stellen euch immer wieder Geister unterschiedlicher Anzahl und Stärke in den Weg, die ihr entweder mit einem Schwertangriff oder einem Zauber besiegen könnt. Doch Vorsicht, denn kommt ein Geist im rundenbasiertem Kampf erst einmal zum Zuge, reicht eine gruselige Attacke und euer Held macht sich aus dem Staub. Somit bedarf es des Öfteren mehrere Anläufe, um einen Gegner zu besiegen. Natürlich werden dabei die Fortschritte gespeichert, ihr müsst also nicht immer von vorne anfangen, die unterschiedlichen Räume zu entgruseln. Das Spiel überzeugt durch seine kurzweilige Unterhaltung mit erstaunlich viel Tiefgang. Desweiteren kann sich auch die Grafik sehen lassen, für Spaß nach einer StreetPass-Begegnung ist also in jedem Fall gesorgt.
 
Auch wenn ihr niemandem begegnet, könnt ihr in beiden Spielen voranschreiten, indem ihr für jeweils 2 Spielmünzen entweder ein Puzzleteil kauft oder einen Helden anheuert. Es bleibt jedoch abzuwarten, inwiefern das StreetPass-Feature in Deutschland benutzt werden wird. Nur wenn möglichst viele ihren 3DS mit sich tragen, kann es zur echten, unbemerkten Interaktion kommen, ansonsten könnte das Feature schon nach kurzer Zeit in der Versenkung verschwinden.
 

Nintendo schraubte kräftig an den Onlinefeatures

Auch in Sachen Wi-Fi Anbindung hat sich einiges getan. Unter anderem unterstützt der Nintendo 3DS nun auch das Verbinden mit einer drahtlosen Verbindung, die mit WPA/WPA2 verschlüsselt ist. Setzen Spiele jedoch noch auf die Anbindung mit WEP-Verschlüsselung, bleibt es bei dem altbekannten Problem. Eine freudige Nachricht ist jedoch sicherlich, dass nun jedes System einen eigenen Freundescode aufzuweisen hat. Es ist nun nicht mehr notwendig, für jedes Spiel einzeln einen Freundescode auszutauschen, es muss schlichtweg der Code der Konsole ausgetauscht werden. Einen Überblick über all eure Freunde könnt ihr in der Freundesliste einsehen. Hier hat jeder Freund eine eigene Karte mit der Angabe des Freundescodes, einem individuellem Kommentar und seiner derzeitigen Lieblingssoftware. Auch wird angezeigt, wer eurer Freunde online ist. Neu ist auch der Aktivitätslog, der es euch erlaubt, einzusehen, wie viel Zeit ihr mit einer Software am jetzigen Tag oder auch insgesamt bisher verbracht habt. Auch könnt ihr eine Statistik über eure Schritte einsehen, eine Grafik verdeutlicht eure Aktivität.

Was erwartet uns in der Zukunft?

Wir sehen, Nintendo hat den 3DS schon zum Start mit einigen interessanten Features ausgestattet, der japanische Konzern verspricht aber weitere Features, die mit einem Update nachgereicht werden sollen. Dazu gehört zum Beispiel ein Internet-Browser, mit dem ihr möglichst komfortabel im Internet surfen könnt. Einen Channel, indem ihr euch Videos in 3D anschauen könnt, ist ebenfalls geplant. Zumindest in den USA gibt es bereits so einige Partnerschaften, sodass der Channel immer wieder mit Videos bestückt werden kann. Mit dem Nintendo DSi wurde ein Shop, ähnlich wie auf der Wii, eingeführt, der es uns erlaubt, exklusive DSi-Software, sogenannte DSiWare, für Nintendo Points herunterzuladen. Einen solchen Shop soll es in erweiterter Form auch wieder auf dem 3DS geben. Hier warten nicht mehr nur noch exklusive 3DS-Spiele auf euch, im sogenannten e-Shop soll es auch eine Art Virtual Console geben. Hier könnt ihr euch dann beispielsweise alte GameBoy-Klassiker herunterladen, des Weiteren soll es unter dem Namen „3D-Klassiker“ bereits erschienende DS-Titel geben, die nun mit 3D-Grafik aufwarten. Wie die Kosten für diese ausfallen, ist bislang nicht bekannt. Bekannt ist allerdings, dass ihr bereits heruntergeladene Software aus dem DSi-Shop nach dem Update auf euren 3DS übertragen könnt, es ist also kein erneuter Kauf von Nöten.

Abwärtskompatibilität und Akkulaufzeit

Der 3DS unterstützt allerdings nicht nur ältere DSi-Software, sondern ist auch abwärtskompatibel. Ihr könnt eure alten DS-Spiele also ohne Probleme in den Modulschacht des 3DS stecken und loszocken. Allerdings müsst ihr dabei in Kauf nehmen, dass der 3DS das Bild skaliert, da es nun auf größeren Bildschirmen dargestellt werden muss. Die ein oder andere pixelige Stelle mehr mehr lässt sich da also nicht vermeiden, im Notfall könnt ihr auch verhindern, dass das Bild angepasst wird, dann begleiten euch aber große, schwarze Ränder an den Seiten des Bildschirmes, da dieser nicht ganz ausgefüllt wird.
 
Laut Nintendo soll der Akku beim Spielen von 3DS-Spielen ca. 3-5 Stunden, bei DS-Spielen 5-8 Stunden halten. Diese Angaben beziehen sich auf die höchste Helligkeitsstufe, eingeschaltetem WLAN und dem 3D-Effekt auf der höchsten Stufe. Die Akkulaufzeit liegt damit unter dem Niveau der Vorgänger, die Angaben scheinen aber realistisch zu sein. Zu Hause ist ein Spielen in der Ladestation möglich, sodass man diesem Problem aus dem Weg gehen kann.
 
 

3D ohne Brille – überzeugende Technik?

Zum Ende dieses Tests noch ein paar Worte zum sicherlich wichtigsten Aspekt des 3DS: 3D ohne Brille. Doch wie gut ist dieser Effekt nun eigentlich? Es mag sicherlich von Fall zu Fall unterschiedlich sein, doch festzuhalten ist, dass die Spiele enorm vom 3D-Effekt profitieren können. Es wird eine schöne räumliche Tiefe vermittelt, auch das beim Einsetzen eines 3D-Effektes übliche Entgegenfliegen eines Gegenstandes o.Ä. ist gelungen. Auch außerhalb der Spiele, beispielsweise im Menü, kann sich der Effekt sehen lassen, das Bild wirkt lebendiger als in 2D. Mithilfe des bereits angesprochenen Schiebereglers ist es möglich, die Ausgeprägtheit des Effektes zu regulieren, hier muss jeder die für seine Augen optimale Einstellung finden. Leider muss man sich auch optimal, d.h. möglichst gerade vor dem Gerät positionieren, um in den vollen Genuss des 3D-Effektes zu kommen. Sobald man aus einem anderen Blickwinkel auf den Bildschirm schaut, wirkt das Bild einfach nur verschwommen, weshalb es auch Zuschauern schwer gemacht wird, einem Spieler über die Schulter zu schauen. Außerdem ist zu beachten, dass manche Menschen sensibel auf den 3D-Effekt reagieren und beim Spielen öfters eine Pause einlegen sollten, manche können den 3D-Effekt auch gar nicht recht wahrnehmen. Um sich selber ein Bild vom Effekt zu machen, sollte man den 3DS vor dem Kauf möglichst einmal selber kurz ausprobieren. Fakt ist aber, dass der 3D-Effekt durchaus zu überzeugen weiß, es bleibt abzuwarten, welche spielerischen Highlights uns aufgrund dieser Innovation in Zukunft erwarten werden.
 

Fazit

 
Der sich optisch an den Vorgängermodellen orientierende Nintendo 3DS weiß vor allem durch seine neue Technik zu überzeugen. Dabei wurden die interessantesten Features, wie beispielsweise die Kamera und der Sound vom Vorgängermodell übernommen, wobei sich kleinere Verbesserungen bemerkbar machen. Nintendo hat kräftig an den Onlinefeatures gearbeitet, kommende Updates werden die Attraktivität des Handhelds in diesem Bereich sicherlich noch erhöhen. Außerdem interessant sind die neuen Möglichkeiten, die das StreetPass-Feature ermöglicht, auch lassen sich mit den Spielmünzen in Zukunft so einige Dinge anstellen. Doch die wichtigste Tatsache ist, dass der 3D-Effekt überzeugend rüberkommt und sich bereits jetzt in einigen Spielen bezahlt macht. Das neue Technik-Wunder von Nintendo legt also einen guten Start hin, es bleibt abzuwarten, inwiefern Nintendo selbst und andere Spieleentwickler die bis dato erkennbaren Möglichkeiten des neuen Handhelds ausschöpfen werden.

 

Pro & Contra:

+ überzeugender 3D-Effekt
+ interessantes StreetPass- und AR-Feature
+ verbesserte Onlinefeatures
+ Mii's & eShop
+ nettes Design, gute Verarbeitung, abwärtskompatibel

 

- Kameraqualität lässt zu wünschen übrig

 

 

Leertext

Kommentare

doch doch es gibt EINE möglichkeit musik im standby abzuspielen - und zwar NUR wenn kopfhörer angeschlossen sind... im "lautsprecher" modus geht das nicht, was ich ja mal bemängelt hatte...

ansonsten ist es einfach nur ein geiles gerät und ich liebe es <3

Zitat:
Zitat von sandtigerhai Beitrag anzeigen
doch doch es gibt EINE möglichkeit musik im standby abzuspielen - und zwar NUR wenn kopfhörer angeschlossen sind... im "lautsprecher" modus geht das nicht, was ich ja mal bemängelt hatte...

ansonsten ist es einfach nur ein geiles gerät und ich liebe es <3
Dann kann man ihn ja doch als MP3 Player missbrauchen ,. ,.,,

eher nicht, da der Ton relativ leise ist
habs mal rausgelöscht mitn standby ausm contra

Zitat:
Zitat von DeadlyInstinct Beitrag anzeigen
eher nicht, da der Ton relativ leise ist
habs mal rausgelöscht mitn standby ausm contra

ganz rauslöschen brauchsts ja net... blöd is halt das es nur mit kopfhörern geht...

Ich finds immer noch bescheiden, dass man keine Nachricht erhaelt, dass man geaddet wurde. Auch nervt mich die fehlende Moeglichkeit, anderen zu schreibe.

ich denke mal das da noch was auf der e3 kommen wird.

Zitat:
Zitat von Peewee Beitrag anzeigen
Ich finds immer noch bescheiden, dass man keine Nachricht erhaelt, dass man geaddet wurde. Auch nervt mich die fehlende Moeglichkeit, anderen zu schreibe.
der meinung bin ich auch

Freunden schreiben

man kann sich den nintendo Breifkasten downloaden (kostenlos; Internet nötig) und sich dort dann Briefe schreiben (aber nur an eingetragene Freunde

vollkommen richtig

also Sandtigerhai du hast mit den Haien recht das gefällt mir sehr ( deine einstellung ) ich wünschte mehr Leute würden so denken wie du, hat mir so gefallen das ich es auf FB geteilt habe :-)