BigBen MiniPad (GCN)

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Hersteller: 
Big Ben

Auch ich war wie viele GameCube Zocker irgendwann mal gezwungen mir ein nächstes GamePad für meinen Würfel zu besorgen, um den Mehrspielerspaß mal etwas auszubauen. Wie viele nahm ich nicht die wahrscheinlich beste Wahl, das Nintendo Original, sondern schaute mich erst einmal nach günstigeren um. Da fiel mir auch schon nach vielen Ladenbesuchen das auffallend kleine MiniPad ins Auge. Ob es sich wirklich überhaupt damit spielen lässt, und ob sich günstige 15 e überhaupt lohnen, erfahrt ihr nun.

Verarbeitung & Handhabung:
Aus der aufwändig verpackten Blisterverpackung heraus macht der Mini Controller einen recht guten Eindruck. Natürlich ist das Spielen eine große Umstellung, vor allem im Gegensatz zum Nintendo Original, aber wirklich störende Faktoren gibt es nicht. Die Tasten A, B, X, Y sind zwar nicht qualitativ wie beim Original so glatt, sondern matt, aber das stört wirklich nicht beim Spielen. Die L- und R-Tasten sind ziemlich gelungen im Vergleich. Der Analog-Stick ist wie beim Original aus stabilem Plastik, überzogen mit Gummibezug. Genauso der Control-Stick, nur das sich hier die ersten Mankos bemerklich machen: Mir ist es zwar nach wochenlangem Dauerzocken nicht passiert, aber man könnte sich gut vorstellen, wie man den Gummibezug des C-Sticks mit Gewalt herunterreißen könnte. Das soll nur heißen, dass dieser dicker gummiert ist und so unstabiler. Aber wie gesagt, in der Praxis sollte dies nicht der Fall sein. Was anfangs ungewöhnlich scheint, ist das Steuerkreuz (wenn man es denn Kreuz nennen kann). Ähnlich wie bei vielen inoffiziellen Controllern ist es kein richtiges Kreuz sondern ein rundförmiges Kreuz mit abgerundeten Ecken. Auch diese Features lassen sich beim Spielen herrlich gut bedienen. Einzig der Z-Trigger scheint Probleme zu bereiten: Beim drücken ertönt ein unnormal laut tönendes "Klick", da dieser auch wie beim Original nicht aus glattem, edlen Plastik besteht, sondern matt und rau ist. Technisch und praktisch ist das Pad aber eine gute Wahl. Das Anschluss-Stück am Ende des Kabels ist mit einer - ich vermute mal - Produktnummer bedruckt. Das Kabelende am Controller ist nicht wie beim Nintendo Original eingelocht, sondern hat einen Plastikaufsatz, wodurch das unsorgfältige umherwickeln des Kabels nicht möglich ist (Plus-Punkt!). Die Ritzen der Zusammenlegung der beiden Bauhälften sind natürlich ebenfalls sichtbar.

Wie gesagt, zu spielen ist mit dem Pad allemal, es fällt einem nur sehr ungewöhnlich, da die Größe natürlich immens abgenommen hat. Aber für eine kleine Runde Mario Party oder ähnlichem eben beim Nachbarn eignet es sich gut. Das sollte anscheinend auch der Sinn der Idee sein, das dieser Controller schlichter und mobiler sein soll.

Preis / Leistung & Fazit:
Mit 15 € ist dieses funktionstüchtige Gerät eine Empfehlung wert! Die Qualität der Buttons ist zwar nicht auf dem Niveau des großen Nintendo Originals, kann aber trotzdem mithalten. Jedoch möchte ich nicht verschweigen, dass ich bereits meinen zweiten Controller dieser Art besitze, da der erste auf unbekannter Weise nach ein paar Monaten nicht mehr funktionierte (die Tasten machten keine Reaktion)! Jedoch sollte das ein Einzelfall bleiben, womit die günstige Alternative problemlos empfohlen werden kann.

Das MiniPad von BigBen Interactive ist den Bruderprodukten für X-Box und PlayStation2 sehr ähnlich und ist in den Farben schwarz, silber und indigo erhältlich.

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