Tony Hawk's Pro Skater 4 (GCN)

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Entwickler: Neversoft
Publisher: Activision
ab 12
Spieleranzahl: 1-2
Genre: Sport

Es gibt einige Dinge, die wiederholen sich jährlich. Darunter wären Feiertage wie Weihnachten oder Ostern, jedoch gibt es auch eine Spieleserie, von der es jährlich ein neuen Ableger gibt. Da dies schon eine Tradition zu sein scheint, kommt auch dieses Jahr ein neuer Tony Hawk-Teil auf den Markt.

Da Acclaim im Sommer mit seinem Titel "Aggressive Inline" im Sommer 2002 den "King of Skating" vom Thron gestoßen hatte, will sich Activision ihn natürlich zurückerobern. Ob dies gelungen ist oder ob der neue Teil der Serie nur ein warmer Aufguß ist, könnt ihr in unserem Test nachlesen.

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Spielinhalt: 

Nachdem man das Spiel eingelegt und die Konsole gestartet hat, begrüßt euch das Spiel mit mehreren Intro-Movies. Zuerst kommt das Activision-O2 Logo, dann wieder ein lustiges Neversoft-Video und schließlich das wie immer gelungene Intro-Movie, indem die einzelne Skater vorgestellt werden. Danach gelangt man in das Menü.

Im Menü könnt ihr nun die einzelnen Punkte auswählen. Ganz oben steht natürlich der Karriere-Modus, gefolgt von diversen Single-Player-Modi. In den Multiplayer-Modus, zum Skater-Editor und zum Level-Editor kommt man über dieses Menü ebenfalls. Ganz unten finden sich dann noch die Optionen, in welchen man die Cheats eingeben kann und auch diverse Spieleinstellungen treffen kann.

Wählt ihr nun einen Modus aus, heisst es nun, dass ihr euch einen Charakter heraussuchen müsst. Hier stehen euch ganze 14 Profi-Skater und etliche Bonusfiguren zur Wahl. Habt ihr euch für einen entschieden, müsst ihr anschließend einen Level heraussuchen. Dabei stehen euch 6 reguläre Levels zur Wahl, sowie 2 Zusatz-Levels, die man sich mit dem in der Karriere verdienten Knete freikaufen könnt.

Hauptänderung im Spiel ist sicherlich der Karriere-Modus. Ihr dürft nun ohne Zeitlimit in den Levels herumskaten wie es euch beliebt. Dabei habt ihr die Gelegenheit, euch ausgiebig umzuschauen und einige Locations diverser Rampen und Grindstangen zu finden. Habt ihr dann Lust auf eine Mission, skatet ihr einfach zu einem der vielen herumstehenden Passanten, welche euch dann Aufgaben geben.

Diese Missionen sehen unterschiedlich aus. Mal müsst ihr den betrunkenen Saufbruder vor Rosa Elefanten beschützen, indem ihr diese über den Haufen grindet. Oder ihr bekommt einen Highscore von einem anderen Profi-Skater gesetzt, den ihr innerhalb eines bestimmten Zeitlimits überbieten müsst. Diese Aufgaben sind sehr unterschiedlich und werden dadurch auch mit der Dauer nicht langweilig.

Der Multiplayer-Modus ist auch abwechslungsreich. So findet ihr dort viele verschiedene Spielarten, dass es auch Mehrspieler-Freunden nicht so schnell langweilig wird. Der Skater-Editor bietet viel Freiraum für die eigene Kreativität, dass es immer wieder Spass macht, einen neuen Skater zu entwerfen. So auch der Level-Editor, dieser lässt sich ebenfalls gut bedienen und es gelingen ohne größere Schwierigkeiten aufwändige Skate-Parks.

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Grafik: 

Die Grafik sieht ziemlich gut aus und kommt auch nur äußerst selten ins stocken. Allerdings stört eine Tatsache: Die Levels sehen alle ziemlich steril aus. So hat man manchmal das Gefühl, dass vor zehn minuten eine Putzkollone durch das Level durchgefegt wäre. Bei der Acclaim-Konkurenz sehen die Levels realitätsnaher aus, denn sehen die Strassen schmutzig aus, wie sie nunmal auch im echten Leben sind. Ansonsten ist die Grafik relativ grau gehalten und nur an manchen Stellen der Levels wird man von einer Farbpracht im sonst so trüben grau erschlagen.

Sound: 

Der Sound ist wieder einmal qualitativ das beste vom Spiel. Die Soundeffekte der Skateboards beim Grinden oder die Geräusche der Rollen klingen sehr authentisch. Die Sprachausgabe der Personen die im Level herumstehen ist ebenfalls sehr gelungen. Wer gut englisch kann, braucht sich so nicht einmal den Text durchlesen. Doch das beste ist natürlich der Soundtrack, diesmal sogar mit ganzen 35 Titeln. Die Palette geht von Punk-Rock über Rap zu Hip-Hop, somit ist für jeden Geschmack etwas dabei (AC/DC, Run DMC, Goldfinger, System of a Down, etc.)

Steuerung: 

Über die Steuerung kann man eigentlich nicht meckern. So steuert sich euer Skater stets perfekt durch die Levels. Das auch hier keine Neuerung fehlen darf, ist ja selbstverständlich. So könnt ihr nun einen "Spine-Transfer" ausführen, mit welchem ihr über eine Rampe drüber auf die andere Seite euren Trick fortsetzen könnt. Dies wurde natürlich gleich in einigen Missionen verwurstet. Ansonsten kann man die üblichen Reverts und Manuals weiterhin verwenden, um fast unendlich lange Kombos zu zaubern.

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Fazit: 

Der Skateboard-König ist definitiv zurück, auch wenn mich sein vierter Auftritt nicht so ganz überzeugen konnte. So sind es einfach viele Details, die mich am neuen Teil stören. Mein persönlicher Favorit bleibt weiterhin Aggressive Inline, auch wenn mir vorher Tony Hawk besser gefallen hatte. Wer also nichts mit Aggressive Inline anfangen kann, hat hier sein Spiel gefunden.


Pro & Contra

+ authentische Soundeffekte
+ lizensierter Soundtrack

- Grafik wirkt teilweise steril

Wertung

Grafik:

Sound:

Multiplayer:

Spielspass:
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