Spore: Wilde Kreaturen (DS)

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Entwickler: Electronic Arts
Publisher: Electronic Arts
Releasedatum: 04/09/2008
ohne Altersbeschränkung
Spieleranzahl: 1
Genre: Simulation

Während Will Wrights neuester Geniestreich nach jahrelanger Entwicklung für den PC ein Lob nach dem anderen einheimst, schickt sich nun auch ein DS-Ableger mit etwas anderem Konzepts an, den Spielspaß des großen Bruders für unterwegs zu liefern. Ob dieses Vorhaben gelungen ist, erfahrt ihr in unserem Review.

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Spielinhalt: 

Die Rahmenhandlung an sich ist simpel - eure Kreatur ist mit seinem Kumpel Oogie gemäß der Evolution frisch aus dem Meer gestiegen, worauf der Begleiter jedoch von einem Ufo verschleppt wird und es fortan die Aufgabe ist, den entführten Freund wiederzufinden. Der Hintergrund des Ganzen ist hingegen um einiges komplexer, da ihr, wie bereits erwähnt, die komplette Evolution mitverfolgt.

Somit liegt der Hauptaspekt des Spiels auf eurer Kreatur, welche ihr im Laufe eures Abenteuers mit neuen Körperteilen verbessert. Diese besitzen alle unterschiedliche Fähigkeiten, der Mund bestimmt beispielsweise, ob ihr Fleisch-, Pflanzen oder Allesfresser seid, während bestimmte Augen einen Röntgenblick ermöglichen, um geheime Dinge zu sehen. Zum anbringen nutzt ihr den integrierten Kreaturen-Designer, mit dem ihr euren persönlichen Favoriten aus den bereits gefunden Teilen zusammenbauen könnt - auch die Farbwahl zu den einzelnen Objekten steht euch dabei zur freien Verfügung.

Da die Anzahl der anbringbaren Körperteile zu Beginn stark limitiert sind, müsst ihr durch das Lösen von Aufgaben und dem ein oder anderen Kampf mit einer weniger freundlich gesonnten Spezies sogenannte Intelligenz-Punkte sammeln, durch die eure Kreatur rollenspieltypisch in der Stufe aufzusteigt und zeitgleich mehr Lebens- und Energiepunkte erhält.

Während der Erkundung der einzelnen Inseln trefft ihr auf auch auf freundlich gesonnte Kreaturen, mit denen ihr Freundschaften über den sogenannten Sozialruf schließen könnt. Habt ihr diesen betätigt, müsst ihr nun entweder die Kreatur mittels Stylus streicheln oder mit ihr tanzen, was in einem kleinen Rhytmus-Minispiel abläuft und im späteren Verlauf immer schwerer wird. Habt ihr die Kreatur von euch überzeugt, könnt ihr diese anschließend auffordern, euch fortan zur Seite zu stehen.

Sollte es einmal zu einer Konfrontation mit einem anderen Wesen kommen, wird der Ort des Zusammentreffens auf der Insel umzäunt, somit ist eine Flucht aus einem bereits begonnenen Kampf unmöglich. Je nachdem, welche Körperteile ihr verbaut habt, stehen euch mal mehr oder weniger Fähigkeiten während des Kampfes zur Auswahl. Neben dem immer vorhandenen physischen Angriff könnt ihr euch unter anderem auch selbst Heilen oder euch via eines mächtigen Feueratem dem Gegner entledigen - letztere sind im Einsatz durch eine Energieleiste begrenzt.

Die verschiedenen Körperteile sind jedoch nicht nur für Kämpfe nützlich, auch das ein oder andere Rätsel lässt sich ohne eine bestimmte Fähigkeiten nicht lösen. Mit einem bestimmten paar Füße könnt ihr beispielsweise über stacheligen Boden gehen ohne dabei Schaden zu nehmen.

Das Geschehen lässt sich jederzeit speichern, ihr müsst also nicht zuerst eine gewisse Stelle aufsuchen. Desweiteren gibt es sogenannte Archievments (bekannt von der Xbox360), welche nach erfüllen diverser Aufgaben, beispielsweise das Werfen von 20 Steinen auf andere Kreaturen, neue Cheat-Möglichkeiten freischalten. Hinzu kommt eine Sporepädie, die als Nachschlagewerk zu allen 31 Spezies sowie den 6 Planeten dient.

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Grafik: 

Die Optik des Spiels ist ein zweischneidiges Schwert - so bewegt ihr euch mit einer platten 2D-Kreatur durch DS-Hardware bedingte pixelige 3D-Welten, was gerade zu Beginn etwas komisch anmutet. Die frei drehbare Kamera klebt dabei allerdings viel zu nah an eurer Kreatur, sodass eine Übersicht nicht mehr gegeben ist. Orientieren kann man sich dabei nur noch anhand der auf dem zweiten Bildschirm eingeblendeten Minimap.

Sound: 

Während eures Abenteuers, dem es an sich schon etwas an Tempo mangelt, werdet ihr von passender einlullender Hintergrund-Dudelmusik begleitet, die auf Dauer durch ihre Vielfalt nicht nervig wird. Um den Kreaturen zusätzlich Leben einzuhauchen, gibt jede Spezies unterschiedliche krächzende Geräusche von sich.

Steuerung: 

Eure Kreatur bewegt sich entweder mittels Stylus über den Bildschirm, indem ihr die Laufrichtung vorgebt, alternativ aber auch über das Steuerkreuz. Interaktionen mit anderen Spezies finden über ein Kontextmenü statt, welches nach antippen der jeweiligen Kreaturen erscheint.

Multiplayer: 

Einen echten Multiplayer-Modus bietet der DS-Ableger von Spore zwar nicht, jedoch ist es möglich, lokal oder über die Wifi-Connection mit Freunden eure Kreatur-Kreationen zu tauschen. Wer noch keine eingetragenen Freunde hat, kann sich auch im Online-Zoo umsehen und sich allerhand Kreaturen herunterladen, muss allerdings etwas Geduld mitbringen, da die Ladezeiten recht happig sind.

Fazit: 

Wer vom DS-Ableger ähnlichen Tiefgang wie von der PC-Version erwartet hat, wird definitiv enttäuscht. So konzentriert sich die Handheld-Ausgabe lediglich auf das Erstellen und Weiterentwickeln der persönlichen Kreatur. Leider ist der Kreaturen-Designer an manchen Stellen etwas fummelig geraten, so geht das Selektieren der einzelnen Körperteile schonmal daneben oder ihr müsst erst diverse Körperteile löschen, bevor ihr weiterbasteln könnt. Wer sich daran nicht stört, darf zugreifen.


Pro & Contra

+ viele Kreatur-Baumöglichkeiten
+ niedliche Grafik

- hakeliger Charakter-Editor
- unübersichtliche Kameraperspektive
- abgespeckte PC-Version

Wertung

Grafik:

2D-Kreaturen, 3D-Umgebung
Sound:

Passende Dudelmusik
Multiplayer:

Nur Kreaturen-Tausch möglich
Spielspass:
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