Splinter Cell: Chaos Theory (GCN)

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
ab 16
Spieleranzahl: 1-2
Genre: Action

Seit dem letzten Auftritt von Sam Fisher auf dem GameCube ist mittlerweile knapp ein Jahr vergangen. Ob der alte Haudegen die selbe Qualität wie in den beiden Vorgänger-Teilen erreichen wird, oder ob das Spielprinzip langsam ausgelutscht ist, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.

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Spielinhalt: 

Im Jahre 2006 entführt die Vereinigung "Die Stimme des Volkes" einen Computerspezialisten, der für geheime Algorythmen der westlichen Welt zuständig ist. Wenn diese in falsche Hände geraten, würde wieder einmal der dritte Weltkrieg ins Haus stehen, weswegen kurzerhand der Agent Sam Fisher auf den Plan gerufen wird, um den Ernst der Lage auszukundschaften und herauszufinden, ob das Entführungsopfer bereits die geheimen Daten preisgegeben hat.

Ziel des Spieles ist es, dass man sich durch die einzelnen Missionen möglichst ungesehen hindurch kämpft und somit diverse Auftragsziele erledigt. Hierbei dürfen allerlei Special-Moves verwendet werden, wie beispielsweise sich per Spagat zwischen zwei Wänden über den Köpfen der Wachen zu verstecken. Zusätzlich kann unser Held auf ein ordentliches Waffenarsenal zurückgreifen, welche von einem Gewehr über eine Pistole bis hin zu diversen Goodies wie Tasern reicht. Neu hinzugekommen ist ein Messer, mit welchem ihr den Nahkampf mit euren Widersachern leichter entgegen steht.

Ein neu hinzugekommenes Feature ist die Geräuschpegel-Anzeige. Anhand dieser könnt ihr sehen, wie laut ihr euch in eurer momentanen Umgebung bewegen dürft, ohne dem Wachpersonal oder sonstigen bösen Schurken aufzufallen. Dabei gibt ein Kasten an, wie laut die Umgebung momentan ist. Je schneller ihr euch bewegt, desto größer wird ein Balken innerhalb der Anzeige. Da diese direkt unter der Sichtbarkeitsanzeige angebracht ist, kann man beide permanent gut im Auge behalten.

Durch den neuen Geräuschpegel-Messer lassen sich einige Dinge nicht mehr wie gewohnt umgehen. So ist ein Schuss auf eine Glühbirne meist zu laut, wenn eine Wache in der Nähe ist. Diese lassen sich dafür mit einem Störgerät für kurze Zeit ausschalten. Das hindert allerdings die teilweise wirklich großartige K.I. nicht daran, nach dem Rechten zu sehen. Diese zünden sich Fackeln an, um die nähere Umgebung auszuleuchten und nach Eindringlingen zu suchen.

Neben den Hauptzielen innerhalb eines Einsatzes gibt es noch verschiedene Nebenmissionen, bei denen man beispielsweise 5 Kisten mit neuartigen Waffen scannen muss, damit man somit am Ende einer Mission seinen Bewertungs-Rang erhöhen kann.

Die spannende Storyline zieht sich durch das ganze Spiel und man ist erst zufrieden, wenn man den Abspann gesehen hat. Zwischendurch wird das Spielgeschehen auch durch allerlei witziger Sprüche seitens der Hauptcharaktere aufgelockert. Schön ist auch, dass jetzt nicht mehr per festgelegten Checkpoints gespeichert wird, sondern dass man jederzeit seinen Fortschritt auf der Memory Card sichern kann, auch wenn dies pro Vorgang an die 20 Sekunden benötigt.

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Grafik: 

Die Optik sieht auf dem mittlerweile betagten GameCube im Vergleich zu den Versionen auf anderen Plattformen arg angestaubt aus. So fehlen die ganzen hübschen Grafikeffekte, mit denen im Vorfeld geworben wurde. Wer hier die volle Grafikpracht haben möchte, muss zur PC-Version ausweichen. Außerdem sind unter anderem diverse Levelabschnitte überarbeitet worden, damit man anscheinend die Konsole nicht zu sehr überfordert, wodurch das Spielgefühl doch stark vereinfacht wirkt. Wenn man genauer hinsieht, könnte man beim Betrachten der Waffen-Models sogar meinen, die Entwickler haben ausversehen vergessen, auf die Schiessprügel eine Textur zu setzen.

Sound: 

Wer die Vorgänger kennt, ist einen perfekten Soundtrack gewöhnt, der sich wunderbar ins Spielgeschehen integriert. Dies scheint man auf dem GameCube allerdings vergessen zu haben. Bereits bemerkbar macht sich dies im Hauptmenü, wenn man nur simplen Tönen nach Bestätigung einiger Menübefehle lauschen darf. Auch im Spiel wird man nur von Hintergrundmusik begleitet, wenn man einem Gegner ausversehen vor die Füsse gelaufen ist. Zusätzlich gibt es zu Bemängeln, dass sich Sam's Schritte seltsamerweise auf jedem Untergrund gleich anhören.

Wenn man einen Blick auf die PC-Fassung wirft, sieht das ganze schon anders aus. So wird man in den Menüs von stimmungsvollen Klängen begleitet und die Schritte hören sich ebenso deutlich anders an. Wenigstens ist die tolle Sprachausgabe auf allen Systemen gleich geblieben. Die Synchronsprecher wirken sehr authentisch und motivieren zum Weiterspielen.

Steuerung: 

Sehr löblich ist die präzise Spielsteuerung, auch wenn diese anfangs überladen wirkt und euch so desöfteren in's Handbuch schauen lässt. Man gewöhnt sich aber schnell an die eingängie Steuerung und hat fortan seinen Charakter stets im Griff. Die Abfrage des Analog-Sticks ist hervorragend! So kommt es nie vor, dass man ungewollt zu laut an einer Wache vorbei huscht und diese den Alarm auslöst.

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Fazit: 

Wenn man sich nicht auf ein System festlegen muss und eventuell einen leistungsstarken Rechner bei sich Zuhause hat, sollte sich das neueste Meisterwerk aus dem Hause Ubisoft definitiv als PC-Version kaufen, da die Einschränkungen bei der GameCube-Version im Vergleich zum großen Bruder deutlich bemerkbar sind. Wer aber über die Macken der GameCube-Version hinwegsehen kann, dem sei der Titel auch für dieses System wärmstens empfohlen, denn hier erwartet euch ein Hammertitel, der seines Gleichen sucht.

Ein Wort in eigener Sache zum Schluss:
Es sei ein großes Dankeschön an die Presse-Abteilung von Ubisoft ausgesprochen, die uns freundlicherweise ein Presse-Exemplar dieses Spieles zukommen liesen.


Pro & Contra

+ Spannende Storyline
+ Speichern jederzeit möglich
+ Humor als gelungene Auflockerung
+ Gelungener Koop-Modus...

- Grafik wirkt unfertig
- Soundfiles stark komprimiert
- Benötigt 69 Blöcke zum Speichern
- ... der leider etwas kurz ist

Wertung

Grafik:

Sound:

Multiplayer:

Spielspass:
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