Sphinx und die verfluchte Mumie (GCN)

Spieleinfos
 Boxart (EU) Boxart (US)
Entwickler: Eurocom
Publisher: THQ
ab 12
Spieleranzahl: 1
Genre: Jump'n'Run

Was mit einer kleinen Schatzsuche beginnt, entwickelt sich immer mehr zu einer tiefgehenden Geschichte, die nach und nach eine Verschwörung aufdeckt. Ungefähr so lässt sich das Abenteuer von Sphinx am einfachsten beschreiben. Doch lest selbst!

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Spielinhalt: 

Eines Tages schickt euer Lehrmeister euch, Sphinx, und einen weiteren Recken namens Horus aus, um die Klinge und den Schild des Osiris zu suchen, um der scheinbar immer stärker werdenden bösen Macht, die vom Palast von Uruk ausgeht, Einhalt zu gebieten. Dieser mutet auf den ersten Blick wie ein Bauwerk aus der Herr der Ringe - Trilogie an.

Da euer eingebildeter Vogelfreund aber zu selbstsüchtig ist und gedacht hat, die Osiris-Waffen für sich zu behalten, macht er durch Fremdeinwirkung von Uruk schneller den Abgang, als ihm Lieb ist. So bekommt letztendlich euer Recke Sphinx die hilfreichen Utensilien.

Der Hauptunterschied bei diesem Abenteuer im Vergleich zu Zelda ist, dass ihr 2 Charaktere spielt. Anfangs scheinen es zwei völlig unabhängige Handlungsstränge zu sein, die sich aber im weiteren Verlauf immer mehr zusammen verknüpfen. So erlebt ihr mit, wie sich Sphinx durch die Welten schlägt oder wie der Prinz von Luxor, genannt Tutankhamen, einem an seinem Geburtstag einem fiesen Hinterhalt zum Opfer fällt und fortan mumifiziert herumläuft.

Seid ihr mit Sphinx unterwegs, ist das Geschehen etwas mehr auf Action und Kämpfen ausgelegt. Schleicht ihr als Mumie herum und missbraucht deren Gestalt für diverse Zwecke, beispielsweise als lebendiges Feuerzeug, solltet ihr das Schwert gegen Köpfchen eintauschen, denn der eingewickelte Prinz kämpft nicht gerne.

Nach den ersten Paar etwas langatmigen Levels und einigen Stunden Spielzeit entfaltet das Spiel aber sein volles Potential und wird zum richtigen Suchtbringer. Die sich immer weiterentwickelnde Story, welche auch überraschende Wendungen mit sich bringt, fesselt euch förmlich ans Gamepad und lässt euch so schnell nicht mehr los.

Die Rätsel sind zwar gut ins Spielgeschehen eingebaut worden, benötigen dennoch nicht ganz so viel Hirnschmalz wie bei anderen Genre-Vertreter. Allgemein gestalten sich die Knobeleien nach dem Motto: "Hole Gegenstand A und bring ihn an Ort B, damit etwas passiert". Das mag vielleicht langweilig klingen, wird aber dennoch unterhaltsam präsentiert.

Solltet ihr im Kampf von einem Gegner getroffen werden oder ihr meint beispielsweise, gemütlich über einen Lava-See laufen zu müssen, zieht das Spiel euch Lebensenergie ab. Diese lässt sich durch Ahnk-Symbole wieder aufladen, welche jedoch etwas spärlich verteilt wurden.

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Grafik: 

Was die Grafik angeht, kann man diesen Titel zwiespältig betrachten. Teilweise wirken die Umgebungen recht karg und eckig, außerdem sind die Städte trotz ihrer Größe fast Menschenleer. Manche Areale bieten dafür schöne Lichteffekte sowie hochaufgelöste Texturen. Das Charakterdesign spricht dafür eigene Bände. Diese wurden schön animiert und man kann deren momentane Gefühle dank der ausgefeilten Mimik förmlich aus dem Gesicht ablesen.

Sound: 

Was sofort negativ auffällt, ist die Tatsache, dass es in diesem Spiel trotz der vielen Textpassagen keine Sprachausgabe gibt. So seid ihr gezwungen, die ganze Zeit auf den deutschen Text am unteren Bildschirmrand zu starren, damit ihr etwas von der Handlung mitbekommt. Was die Hintergrundmusik angeht haben die Entwickler allerdings ganze Arbeit geleistet. Wenn ihr durch die Welten streift, werdet ihr dabei von orientalisch anmutenden, atmosphärischen Klängen begleitet.

Steuerung: 

Das ganze Vergnügen lässt sich ähnlich wie Zelda handhaben. Die größten Unterschiede dabei sind, dass ihr hier jederzeit auf Knopfdruck springen könnt. Dafür wurde die durchaus praktische Funktion, Gegner anzuvisieren, wegrationalisiert. Da es bei Sphinx nunmal nicht ganz so viele Kämpfe gibt, ist diese Tatsache durchaus verschmerzbar.

Ansonsten wird wie beim großen Genre-Bruder oben rechts auf dem Bildschirm die restliche Tastenbelegung eingeblendet. Drei dieser Tasten lassen sich frei mit Waffen aus eurem Inventar belegen, der Rest ist Situationsabhängig.

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Fazit: 

Mit Sphinx und die verfluchte Mumie erwartet euch ein Action-Adventure im Stile eines Zelda, das viele gute Ansätze enthält, aber dennoch nicht an die, von Nintendo bereits vorgegebene, Genre-Referenz herankommt. Trotzdem ist Sphinx ein gutes Spiel, dass man Fans dieses Genres uneingeschränkt empfehlen kann.

Ein Wort in eigener Sache zum Schluss:
Es sei ein großes Dankeschön an die Presse-Abteilung von THQ ausgesprochen, die uns freundlicherweise ein Presse-Exemplar dieses Spieles zukommen liesen.


Pro & Contra

+ bequeme Steuerung
+ schöne Hintergrundmusik

- teilweise karge Umgebungen
- keine Sprachausgabe

Wertung

Grafik:

Sound:

Spielspass:
Noch keine Bewertungen

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