Sokoban DS (DS)

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Entwickler: Brain Game
Publisher: RTL Games
Releasedatum: 25/09/2008
ohne Altersbeschränkung
Spieleranzahl: 1-2
Genre: Denkspiel

Seit bereits 26 Jahren tummelt sich der Denkspiel Klassiker Sokoban auf zahlreichen PC sowie Videospiel-Systemen, nun schickt sich RTL Games an, dem Klassiker mit Sokoban DS eine Frischzellenkur zu verpassen. Ob dieses Vorhaben geglückt ist oder ob Sokoban DS vielleicht sogar nur verschlimmbessert wurde, könnt ihr nun in unserem Review erfahren.

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Spielinhalt: 

Sokoban DS gibt sich simpel, so simpel wie bereits vor 26 Jahren. Einen Story Modus gibt es erst gar nicht. Zu Beginn kann man sich lediglich für den Einzelspielermodus, einen Level Editor oder den Multiplayer Modus entscheiden. Da der Kern des Spiels in den Einzelspielermissionen zu finden ist, schauen wir uns diesen zuerst etwas genauer an. Wie schon erwähnt gibt es keine Story, man wird direkt auf das erste Spielfeld geworfen und kann, in bester Sokoban Manier, beginnen durch die Labyrinthe zu irren. Für die diejenigen die mit Sokoban nicht vertraut sind, sei kurz erklärt was denn eigentlich das Ziel des Spiels ist: Jeder Level in Sokoban gleicht einem Labyrinth, in diesem Labyrinth sind Kisten verstreut, es gilt nun diese Kisten auf die markierten Stellen zu schieben. Die Schwierigkeit ist dabei, dass unsere Spielfigur die vermaledeiten Kisten nur schieben kann, dadurch dass man die sperrigen Dinger nicht ziehen kann steht man schneller vor großen Hindernissen als man denkt.

Rauchende Köpfe sind also vorprogrammiert, und immer wieder schiebt man die Kisten auf eine Positionen die ein vorankommen unmöglich macht. Im weiteren Spielverlauf wird es immer verzwickter die Kisten an ihr Ziel zu bringen. Glücklicherweise beinhaltet die DS Version von Sokoban einen Kniff der dem geneigten Denksportler einigen Frust erspart. Per Schieberegler darf man alle bereits getätigten Schritte einfach zurück spulen. Es ist also möglich einen falschen Schritt rückgängig zu machen ohne das man den Level jedes mal von vorne beginnen muss. Gerade für Anfänger ist diese Option oft der Retter in der Not.In ca. 250 Leveln gilt es also immer wieder Kisten durch enge Pfade zu schieben. Um dafür eine perfekte Übersicht zu garantieren, wird auf dem Touchscreen das geschehen aus der Vogelperspektive dargestellt. Zusätzlich ist es möglich auf dem oberen Screen verschiedene Kamera-Perspektiven einzustellen. Somit hat man auf dem oberen Screen immer eine alternative Sicht auf die Dinge die da kommen mögen. Diese verhelfen leider nicht wirklich zu besserer Übersicht, sondern sind allenfalls als optisches Schmankerl zu gebrauchen. Um den Umfang quasi ins Unendliche zu erweitern wurde Sokoban DS ein Level Editor spendiert, dieser präsentiert sich äusserst simpel und lässt einen überaus schnell verzwickte Level erstellen.

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Grafik: 

Sokoban DS würde keinen Schönheitspreis gewinnen, muss es auch nicht, bei einem Denkspiel ist eine gute Übersicht wichtiger als optischer Glanz. Die nötige Übersicht wird zu jeder Zeit geboten und damit geht das Ganze durchaus in Ordnung. Wünschenswert wären kräftigere Farben gewesen, die verschiedenen Labyrinthe fallen oftmals etwas blass aus.

Sound: 

Zu jeder Zeit des Spiels dudeln ein paar minimalistische Musikstücke aus den Lautsprechern des DS, einige dieser Stücke sind dabei nervender als andere. Wirklich schlimm fällt die Musik zwar nicht aus, das "Genießen" des Soundtracks mit Kopfhörern ist allerdings niemandem zu empfehlen.

Steuerung: 

Gesteuert wird entweder mit Stylus oder Steuerkreuz, dabei fällt keine der beiden Varianten als deutlich besser oder schlechter auf. Um seine Figur im Labyrinth mit Stylus zu steuern, müsst ihr lediglich den Stylus auf einen gewünschten Punkt des Labyrinths führen und euer Alter Ego bewegt sich auf schnellstem Wege dorthin. Die Stylus-Steuerung ist eingängig und sticht als sehr bequem ins Auge und natürlich in das Handgelenk. Alternativ könnt ihr eure Spielfigur natürlich auch auf klassische Weise mit dem Steuerkreuz bewegen, dabei wird einfach in die Richtung gedrückt in die sich unsere Spielfigur bewegen soll.

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Multiplayer: 

Der Multiplayer Modus von Sokoban DS ist eine nette Sache. Wenn ihr jemanden zur Hand habt, die oder der einen Nintendo DS sein Eigen nennt, könnt ihr euch miteinander messen. Besonders vorbildlich ist dabei, dass nur ein Spiel benötigt wird. Der Spieler ohne Spiel lädt sich einfach die nötigen Informationen vom Spieler mit Karte herunter. Im Spiel selbst könnt ihr dann die Kisten um die Wette schieben. Wer die Kisten als erstes auf ihr Ziel bringt, gewinnt. Dabei könnt ihr jederzeit von eurem Gegenspieler abschauen, da die Züge auf dem oberen Bildschirm abgebildet werden. Ansonsten bietet der Multplayer Modus keine weiteren Modi, somit kann man nur gemeinsam um die Wette knobeln.

Fazit: 

Sokoban DS ist definitiv ein süchtig machendes Spiel. Wird man ersteinmal in den Bann der Kistenschieberrei gezogen, hört man erst auf wenn man vor rauchendem Kopf keinen klaren Gedanken mehr fassen kann. Leider feht es dem Spiel eindeutig an neuen frischen Ideen. Bis auf das leichte optische Make Up bietet das Spiel viel zu wenig Neuerungen. Schade, mit ein wenig mehr frischen Ideen wäre das Spiel ein echter Knobelhit geworden. So reicht es "nur" zur ordentlichen Umsetzung die jedem Fan von Sokoban wärmstens empfohlen werden kann.

 

Spielverweis: 

Screenshots:

Pro & Contra

+ großer Umfang

+ macht süchtig

+ leichter Einstieg

+ Level-Editor

- keine neuen Ideen

- macht süchtig

- farblos

 

Wertung

Grafik:

Die Grafik ist zweckmäßig und zu blass
Sound:

Nette Melodien mit wenig Charme
Multiplayer:

Spaßige Multplayer Duelle leiden an Optionsarmut
Spielspass:
Noch keine Bewertungen

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Kommentare

Boah... Wie kann man ein Spielecover nur so verhunzen? o.O

Wie wärs, wenn man das nächste Mal einfach NUR den Altershinweis auf die Hülle packt und sonst nix? Oder wie wärs mit noch mehr Promis, die ihr blödes Gesicht in die Kamera halten?

Ich glaub ich muss mir das Spiel auch holen. Auch wenn es gut möglich ist, dass ich bald vor Frust die Lust verliere ^^ Ist es denn möglich, Level zu überspringen? Das empfinde ich nämlich als Muss bei Puzzle Spielen (/me ist verwöhnt von den japanischen Puzzle Series Games)

Was die Grafik betrifft, fände ich es mal richtig geil, wenn es auch ein Classic-Design gäbe. Also dass die Figur und die Umgebung so aussieht, wie im Uralt-Spiel. Das sieht nämlich teilweise besser aus als manche Level hier, den Screenshots nach zu urteilen

Und um diesen Kommentar abzuschließen, gebe ich noch ein kleines Lob ab für die Idee, den Suchtfaktor als sowohl positiv wie auch negativ zu bewerten

[P.S. Bei der Grafik-Wertung ist ein "zu" zu viel]

Zitat:
Zitat von Romplayer Beitrag anzeigen
Boah... Wie kann man ein Spielecover nur so verhunzen? o.O

Wie wärs, wenn man das nächste Mal einfach NUR den Altershinweis auf die Hülle packt und sonst nix? Oder wie wärs mit noch mehr Promis, die ihr blödes Gesicht in die Kamera halten?

Ich glaub ich muss mir das Spiel auch holen. Auch wenn es gut möglich ist, dass ich bald vor Frust die Lust verliere ^^ Ist es denn möglich, Level zu überspringen? Das empfinde ich nämlich als Muss bei Puzzle Spielen (/me ist verwöhnt von den japanischen Puzzle Series Games)

Was die Grafik betrifft, fände ich es mal richtig geil, wenn es auch ein Classic-Design gäbe. Also dass die Figur und die Umgebung so aussieht, wie im Uralt-Spiel. Das sieht nämlich teilweise besser aus als manche Level hier, den Screenshots nach zu urteilen

Und um diesen Kommentar abzuschließen, gebe ich noch ein kleines Lob ab für die Idee, den Suchtfaktor als sowohl positiv wie auch negativ zu bewerten

[P.S. Bei der Grafik-Wertung ist ein "zu" zu viel]

Hi,

öhm man kann teilweise Level überspringen. Es sind immer 5 Level frei anspielbar. Reihenfolge ist egel. Wenn man die 5 Level geschafft hat, werden 5 neue Level frei geschaltet.

Ps. Danke für das Lob.
PPs. ~fixed~ und danke für den Hinweis ^^

Usk

Lieber Romplayer,

Zitat:
Wie wärs, wenn man das nächste Mal einfach NUR den Altershinweis auf die Hülle packt
leider sind wir in der Gestaltung unserer Spielecover nicht völlig frei, sondern müssen - wie alle anderen Publisher zukünftig auch - die Vorgaben der USK umsetzen und die schreiben inzwischen ein viermal größeres Alterskennzeichen vor.

Gruß,
RTL Games

Zitat:
Zitat von Romplayer Beitrag anzeigen
Wie wärs, wenn man das nächste Mal einfach NUR den Altershinweis auf die Hülle packt und sonst nix? Oder wie wärs mit noch mehr Promis, die ihr blödes Gesicht in die Kamera halten?
Wir regen uns in der Redaktion auch schon die ganze Zeit über die Riesenzeichen auf. Bei den Wii-Games ist das ja noch in Ordnung, aber bei DS-Spielen ists nicht mehr feierlich.
Und das Dumme ist, dass die riesigen USK-Zeichen auch immer gleich groß sind, auch bei Spielen ihne Altersbeschränkung.
Zitat:
Vorsicht! Dieses Spiel kann von jedem gespielt werden!
Und mal nebenher: die Altersangabe des PEGI-Logos ist immernoch größer als auf dem gigantischen USK-Buttons (ist jetzt auf diesem Cover nicht zu sehen).

Ja, bei USK 16 oder 18 Angaben, da wär das ganze ja in Ordnung. Aber drunter...?
Ich meine, es ist ja immerhin bereits zwingend vorne auf dem Cover zu sehen. Und wirklich klein war es früher auch nicht. Wo lag denn das Problem? -.-

Früher war doch irgendwie alles besser Da wurde man auch nicht alle 30 Minuten dazu aufgefordert, eine Pause zu machen, und vor dem Starten musste man nicht immer eine "Achtung, dieses Spiel kann deine Augen zerstören" Meldung wegklicken.

Ein USK-Aufkleber in der aktuellen Größe auf der Packung (unter der Einschweiß-Folie) wäre am besten. Dann könnten Sammler nach dem Kauf den Kleber entfernen und sich am tollen Cover frönen.

Achja, *auf tollen neuen vote verweis*
http://www.nintendo-power.de/umfrage...ichnungen-1887

Ich schätze aber dass wollen die Leute von der USK nicht, aus dem gleichen Grund wieso die Angaben auch auf den Spiele-Discs sind. Damit auch Ebay-Käufer oder Leute ohne der Hülle in den Genuss kommen, die Altersfreigabe zu erfahren.
Aber ja, dein Vorschlag wäre wirklich klasse. Wobei man dann den Aufkleber auch AUF die Folie machen könnte. Übrigens genauso wie eine lächelnde Mirja Bös