Need for Speed Underground 2 (GCN)

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Entwickler: Electronic Arts
Publisher: Electronic Arts
ohne Altersbeschränkung
Spieleranzahl: 1-2
Genre: Rennspiel

Wenn ein Spiel einen Namhaften Vorgänger hat und vom Entwickler ins Rennen geschickt wird, dessen Erfolg erneut einzuholen oder sogar zu übertreffen, dann endet das Ganze meistens mit einem mittelmäßigen Ableger. Doch trifft auch dies auf Need for Speed: Underground 2 zu?

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Spielinhalt: 

Im jüngsten Ableger der NfS-Reihe habt ihr soviel Freiheit wie noch nie zuvor. Das gesamte Spielgeschehen spielt sich in einer riesigen Metropole ab, die aus mehreren Stadtteilen besteht. Diese könnt ihr im weiteren Spielverlauf nach und nach freischalten, zunächst sind aber viele von ihnen durch Baustellen versperrt. Diese gewonnene Freiheit verschafft euch die Möglichkeit nach Lust und Laune durch die Gegend zu cruisen und die Stadt zu erkunden. Dieses mal wurde maßgebend auf Menüs und eine Lineare Handlung verzichtet, stattdessen findet ihr spielbare Rennen und Herausforderungen als Hot-Spots kreuz quer in der Stadt verteilt. Genauso handhaben sich die Shops, welche ihr zum Teil sogar selber entdecken könnt und dafür ganz besondere Tuning-Teile für euer Auto bekommt. Dabei führt jeder Shop nur gewisse Artikel. Der Performance Shop bietet euch zum Beispiel sämtliche Bauteile, um euren fahrbaren Untersatz schneller und stärker zu machen, während der Body Shop alles anbietet, um die Kotflügel zu verbreitern oder eure Felgen aufzumotzen.

Ähnlich ist es mit den Rennen. EA hat sich einiges einfallen lassen, um die Events noch interessanter zu gestalten und herausgekommen sind einige neue Rennarten. So gibt es die bekannten Modi Rundkurs, Sprint, Drift, und Drag. Hinzugekommen sind Street X, U.R.L. und 1on1 Rennen. Letztere braucht ihr nicht extra anzusteuern, sondern starten sofort, sobald ihr einem weiteren getunten Wagen in der Stadt begegnet und dessen Fahrer herausfordert. Nun darf der jenige, der die Führung inne hat, auch die Richtung angeben und legt somit den Streckenverlauf nach eigenem Gutdünken fest. Wer zuerst 300 Meter Vorsprung vor dem Kontrahenten hat gewinnt das Rennen.
Ebenfalls sehr interessant sind die U.R.L. Rennen. Diese werden auf abgeschlossenen Rennstrecken ausgetragen und stellen eine wohltuende Abwechslung zum städtischen Alltag dar. Die Street X Events werden auf Driftstrecken und ohne Nitro ausgetragen und zielen vor allem auf euer fahrerisches Können ab, denn ihr müsst sicherlich sehr gut um Haarnadeln kommen können.

Alle diese Rennen sind in üppiger Anzahl vorhanden und werden auch nach längerem Spielen nicht langweilig, da die Gegner immer neue sind und auch intelligenter werden. Außerdem verdient ihr umso mehr Geld, desto mehr Rennen ihr gefahren seid. Dies ist mit dem Sponsoren-Feature zu begründen, so unterschreibt ihr regelmäßig Sponsorenverträge und müsst dort beschriebene Erwartungen erfüllen. (z.B. eine bestimmte Anzahl von Rennen gewinnen) Erfüllt ihr diese Verträge, gibt es massig Geld und gesponserte Wagen.

Dies ist auch gut so, denn im Laufe des Spiels bekommt der Autohändler eures Vertrauens immer mehr Autos herein und ihr werdet euch nicht einmal entscheiden können, welches ihr kauft. Dabei finden sich unter anderem Namhafte Modelle wie Audi TT, Golf GTI, Ford Mustang GT und viele mehr. Alle Wagen sind lizenziert und mit sehr viel Liebe zum Detail designt. Ebenso stimmt die Fahrphysik für einen arcade-lastigen Racer wie es NfSU2 einer ist sehr gut mit dem übrigen realistischen Flair der Stadt und der Umgebungen überein. Jedes Fahrzeug steuert sich anders, reagiert anders und vermittelt sogar das Fahrgefühl des jeweiligen Modells.

Sehr großzügig ist der Tuning-Bereich ausgefallen. Ihr habt wirklich alle Möglichkeiten euren ganz individuellen Stil umzusetzen und braucht dabei auf nichts verzichten. Selbst abgefahrenste Goodies wie Hydraulikpumpen, Bassboxen oder Nebenmaschinen lassen sich in euren Flitzer einbauen und treiben euer Ansehen in der Szene natürlich auf ein immens hohes Niveau hoch. Bei all dem Style-Tuning bleibt aber auch der Performance-Part nicht auf der Strecke, so könnt ihr jedes Teil einzeln kaufen, einstellen und wählen von welchem Hersteller es denn sein soll, wobei auch hier mit massig originalen Lizenzen gearbeitet wird. Allerdings könnt ihr auch, im Falle, dass ihr nicht so sehr mit den Setups eines Autos vertraut seid, einfach alle Bauteile reinzimmern und Gas geben, hier ist NfSU2 wahnsinnig Benutzerfreundlich und wahrt dennoch den Anspruch für Profis.

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Grafik: 

Konnte man bisher nur Lob über das Spiel austeilen, so kommt nun der große Haken, jedenfalls an der Gamecube-Version. Während PS2, XBox und vor allem der PC eine Grafik spendiert bekamen, die sich entweder zumindest sehen lass kann oder sogar richtig ins Auge sticht, brennt die Cube-Version höchsten in selbigen. Beim direkten Vergleich fallen beim Gamecube besonders eine stark Reduzierte Detailstufe, sehr verwaschene Texturen, starke und häufige Ruckeleinlagen sowie seltsame Lichteffekte sehr negativ auf. An sich kommt es bei einem Rennspiel nicht so sehr auf die Grafik an, jedoch sollte man gerade bei Geschichte wie Vinyls, Unterbodenbeleuchtung etc. etwas besseres erwarten, zumal der Vorgänger besseres bot. Somit macht einem das Spiel schon nach wenigen Minuten keinen großen Spaß mehr und man wünscht sich eine andere Version daher.

Sound: 

Der Sound ist im Gegensatz zur Grafik wieder etwas besser gelungen und kommt mit einer Dolby Pro Logic 2 –Unterstützung daher. Dennoch könnten so manche Motorensounds besser klingen und auch die Spielmusik ist nicht jedermanns Geschmack, wobei man diese noch ausstellen kann und die Palette im Vergleich zum ersten Teil deutlich weniger nur auf Hip-Hop beschränkt ist.

Steuerung: 

Mal abgesehen von den Ruckeleinlagen, während welcher das Spiel unspielbar wird, ist die Steuerung nicht groß verschieden zum ersten Teil und verdient deshalb auch ein Lob, denn es macht Spaß die Autos durch die Stadt zu hetzen und selten die Kontrolle über sie zu verlieren. Allerdings eckt man, nicht ganz ohne Einfluss der teils merkwürdigen Optik, gerne mal an Ecken an oder bleibt irgendwo hängen.

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Multiplayer: 

Hier glaubt man glatt, EA wolle die Käufer auf den Arm nehmen. Sieht das Spiel im Singleplayer schon abartig detailarm aus, so erschrickt man fast beim Anblick der Tristes des Mehrspielermoduses. Sich davon zu erholen geht vielleicht schnell, jedoch wird man direkt erneut geschockt und zwar durch die heftigen Ruckler. Somit ist der Mehrspielermodus alles andere als gut gelungen und jedes andere Rennspiel ist besser für Mehrspielerschlachten geeignet als NfSU2.

Fazit: 

Es ist mir unverständlich, wieso gerade die Gamecube-Version so überaus verhauen wurde. Need for Speed: Underground 2 ist an und für sich ein wirklich super gelungenes Spiel, aber was die Entwickler mit der Gamecube-Version, besonders grafisch, angestellt haben grenzt an eine Frechheit gegenüber dem Käufer.

Ich kann also allen Rennspielfreunden nur raten sich dieses Spiel nach Möglichkeit auf einer anderen Plattform als dem Gamecube zu kaufen, denn nirgendwo sonst wurde das Spiel so schlecht umgesetzt.


Pro & Contra

+ Viele lizensierte Autos
+ Riesige Stadt
+ Hohe Langzeitmotivation

- Richtig miese Präsentation
- Lange und häufige Ladezeiten

Wertung

Grafik:

Sound:

Multiplayer:

Spielspass:
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