Little King's Story (Wii)

Spieleinfos
 Boxart (EU) Boxart (US) Boxart (JAP)
Entwickler: CING
Publisher: Marvelous Entertainment
Releasedatum: 24/04/2009
ab 6
Genre: Adventure

Mit MadWorld wurde bewiesen, dass es der Wii und ihrem Casual-Image durchaus gut tut, wenn sich die Köpfe diverser, großer Videospiel-Franchises zusammensetzen und etwas neues entwickeln. Da ist es kein Wunder, dass auch die Erwartungen bei Little King's Story dementsprechend hoch waren, saßen hier doch ehemalige Entwickler von Spielen wie Harvest Moon, Final Fantasy und Dragon Quest am Werke. Ob der Titel diesen hohen Erwartungen gerecht wird, erfahrt ihr in dem nun folgenden Review zu Little King's Story

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Spielinhalt: 

Nachdem ein kleiner Junge durch eine glückliche Fügung des Schicksals in den Besitz einer magischen Krone kommt, macht ihn dies zum König des Reiches Alpoko, dies bedeutet allerdings auch das Ende des sorglosen Kinderlebens. Jetzt steht der Auf- und Ausbau eures neu erworbenen Königreiches an der Tagesordnung.

Unterstützt werdet ihr dabei von euren drei Beratern Hauser, Verde und Liam. Diese lassen sich, sobald ihr auf dem Thron Platz genommen habt, zu euch rufen und bieten neben allgemeinen Informationen zum Spiel, wie etwa einer Bevölkerungsstatistik, auch Untermenüs zum Ausbau der Stadt, ein Speichermenü und eine Schatzkammer mit Ausrüstungs-Gegenständen.

Um an die nötigen Ressourcen in Form von Bol zu kommen und generell Haupt- und Nebenmissionen zu bewältigen, kommt ein Kampfsystem zum Einsatz, welches Pikmin-Spieler nur allzu gut kennen dürften. Indem ihr Bürger eurer Stadt rekrutiert und anschließend ausbildet, könnt ihr eine Armee mit euch führen, die ganz wie in Pikmin in Massen auf den Gegner stürmt. Die Anzahl der Untertanen nimmt dabei stetig zu, so könnt ihr Anfangs noch lediglich fünf Diener mit euch führen, diese aber auf bis zu 30 im Verlauf des Spiels aufstocken.

Dabei unterscheiden sich die Berufe zwischen Nah- und Fernkampf, sowie Bauspezifischen Berufen ala Bergarbeiter, Bauer und Holzfäller. Sind die ersten Missionen dann erstmal erledigt, offenbart das Spiel seine Vielfalt und seinen schrägen Humor. Der Drang sein Königreich auszubauen und neue Gebiete zu entdecken, sowie der stets fair ansteigende Schwierigkeitsgrad fesseln ans Spiel. Wie in jedem Spiel, dass mit zahlreichen Nebenmissionen daherkommt, gibt es auch hier über ein Dutzend an Missionen die sich ähneln oder in ihren Ablauf vollkommen gleich sind. Dies ist anhand der Tatsache, dass das Spiel einer nicht endenden Entwicklung unterliegt und dabei wie eine lebendige Spielwelt erscheint, auf jeden Fall verschmerzbar.

Im Krieg gegen die so genannten Undinger gesellen sich dann nach 7-8 Stunden und dem ersten Kampf gegen den König der Teufel noch sieben weitere Könige dazu, die euren Aufstieg beneiden und es ganz und garnicht einsehen, ihr Königreich mit euch zu teilen. Nun könnt ihr auf der Karte einsehen, wo diese Könige ihren Sitz haben, um dann los zu ziehen und ihnen einen mehr oder weniger freundlichen Besuch abzustatten.

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Grafik: 

Die Grafik gehört definitiv zu den besseren im aktuellen Sortiment. So erwartet einen zwar kein Ultrarealistisches Spielerlebnis, aber die frohen Farben, die verschieden Stilwechsel von Aquarell bishin zu Pinselstrich und die wunderschönen Animationen der Zwischensequenzen, machen aus Little King's Story ein spielbares Märchen und untermalen das Spielgeschehen einfach perfekt. Dennoch erkennt man auch hier wieder die Schwächen der Wii, denn hier und da, gibt es schon die ein oder andere kantige Textur.

Sound: 

Hier entpuppt sich Little King's Story als wahres Soundfeuerwerk. Jede noch so kleine Tätigkeit klingt einfach super und die Auswahl der Lieder reicht von fröhlichen Melodien bishin zu zahlreichen Klassischen Musikstücken wie etwa der Peer Gynt Suite 1 Morgenstimmung von Edvard Grieg. Lediglich auf Synchronstimmen muss man verzichten, so glänzt das Intro zwar noch mit einer gelungenen englischen Sprachausgabe, im Spiel selbst brabbeln die Figuren allerdings nur noch in einem unverständlichen Kauderwelsch.

Steuerung: 

Ausnahmsweise dürft ihr beim Spielen still halten, denn sämtliche Aktionen in Little King's Story werden durch die Buttons des Controllers betätigt und nicht durch die typische Bewegungssensitive Wii-Steuerng. So werden über B die Untertanten rekrutiert und mit A auf Gegner oder Gegenstände geschickt. Der Rest geschieht automatisch. Allerdings ist bei Little King's Story der hohe taktische Anspruch nicht zu unterschätzen, da so gut wie jeder Gegner eine andere Strategie fordert. Meistens kommt es darauf an, mit dem richtigen Timing und aus der richtigen Distanz anzugreifen und die Untertanen mit B wieder vom Gegner zurück zu rufen, bevor dieser zum Gegenschlag ausholt.

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Fazit: 

Little King's Story versteht es verdammt gut, unzählige Spieleelemente unter einen Hut zu bringen. Es erwartet euch ein Mix aus Aufbausimulation, Strategiespiel, Rollenspiel und sogar einige Minigames sind im Spiel vorzufinden So ist lediglich das Speichersystem zu bemängeln, da es hier immer wieder nötig ist, sich im Schloss zu befinden und Verde zu sich zu rufen, ist man gerade ins Spiel vertieft und vergisst zu speichern, kann es passieren, dass euer kleiner König stirbt und ihr wieder beim letzten Speicherpunkt starten dürft. Mehrere Stunden Spielzeit sind dann für umsonst gewesen. Andere kleinere Mängel wie z.B. die sich wiederholenden Nebenmissionen, oder Untertanen die beim hinterher laufen gerne mal kurz hängen bleiben, können zwar kurz nerven, trüben den Spielspaß aber kaum bis garnicht. Little King's Story hat zumindest gute Chancen, der Wii Titel des Jahres zu sein, der Überraschungshit des Sommers ist es aber auf jeden Fall.


Pro & Contra

+ Gigantischer Umfang
+ Gelungene Steuerung
+ 1A Atmosphäre
+ Genremix, der überzeugt

 - Speichersystem
- Untertanen laufen nicht einwandfrei hinterher
- Wiederholende Nebenmissionen

Wertung

Grafik:

Kunterbunt, Atmosphärisch, Fröhlich aber leider nicht makellos
Sound:

Alles erklingt hier perfekt aus den Boxen, bis auf die Sprachausgabe
Spielspass:
Noch keine Bewertungen

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Kommentare

Danke an Kevin für das Gast-Review =)

Gern geschehen

Danke nicht an Eidos, für das nicht zusenden von einem Testmuster. *hust*

Das Spiel ist genial. Bin zwar noch relativ am Anfang, aber auch jetzt kann man ja schon so manches aussagen.
Bin gespannt, wie sich der Titel noch entwickeln wird, allerdings bestimmt nicht ins schlechte.=)