GoldenEye 007 (Wii)

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Publisher: Activision
Releasedatum: 05/11/2010
ab 16
Spieleranzahl: 1-8
Genre: Ego-Shooter

Schon viele Jahre steht Mr. Bond, James Bond, im Dienste seiner Majestät und dem britischen Geheimdienst, dem MI6. Im Jahre 1997 erschien Goldeneye auf dem Nintendo 64, doch wurde es damals indiziert. Nun, 13 Jahre später kommen Videospieler mit Goldeneye 007 Wii erneut in den Genuss, einer der erfolgreichsten Ego-Shooter in neuem Glanz auf Nintendos Wii zu spielen. Was sich in all der Zeit getan hat und ob Bond weiterhin die Lizenz zum töten zusteht, erfahrt ihr in unserem Review.

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Spielinhalt: 

Die Geschichte müsste inzwischen eigentlich jedem bekannt sein, aber hier noch mal einen kleinen Rückblick. Die Terror-Organisation Janus, versucht in den Besitz von Goldeneye zu kommen. Goldeneye ist ein Satelliten-System, welches eine Atombombe in den oberen Sphären zündet und somit in bestimmten Gebieten für einen elektromagnetischen Impuls sorgt, welcher alle elektrischen Geräte ausschaltet. In erster Linie geht es zumindest scheinbar ums große Geld, aber die Hintergründe sind weitaus tiefschichtiger. Vor allem wenn man erfährt, wer hinter der Janus-Gruppe wirklich steckt.

Doch kommen wir nun zum eigentlichen, wichtigeren Teil. Was hat sich seit 1997 getan? Die Story blieb die gleiche, kann man diese auch kaum ändern, daher sind die offensichtlichsten Änderungen in erster Linie das ganze Setting und - ob man es nun mag oder nicht - auch einen neuen Hauptcharakter. Es ist zwar immer noch James Bond, doch als Vorlage hat man diesesmal das Gesicht von Daniel Craig genommen, der seit 2006 und der Verfilmung von Casino Royale die Figur des Geheimagenten mimt. Da es sich aber um einen Ego-Shooter handelt, muss man sich mit dem Gesicht auch nicht weiter auseinander setzen. Mit dem neuen Setting allerdings schon. Daher wird man keinen Stein, kein Gras, kein Baum wiedererkennen, auch wenn man das Spiel auf dem Nintendo 64 im Schlaf spielen konnte. Denn handelt es sich hier mehr um eine Neuinterpretation des Klassikers und nicht um ein einfaches Remake. Aber trotzdem gibt es für Kenner des Originals eine Menge zu sehen. Gibt es doch immer wieder Szenen, welche identlisch oder zumindest dem original sehr ähnlich sind. Als Beispiel für eine solche Szene sei nur das Schlüßelwort "Toilette" gesagt.

Trotzdem behielt man das Gameplay natürlich bei. So wählt ihr vor Beginn aus, welchen Agenten Status ihr euch zutraut. Normaler Agent, Geheimagent oder gar schon ein 007-Agent? Je nachdem was ihr wählt, gilt es in den einzelnen Kapitel bestimmte Aufgaben zu erfüllen, um ein Level erfolgreich abzuschließen. Reicht es beim Agenten-Status noch aus, einfach zu überleben und von einem Level ins nächste zu kommen. Wird es beim Geheimagenten und 007 Agent schon schwieriger. Natürlich ist es auch da das wichtigste zu überleben, doch muss man da auch noch weitere Informationen beschaffen, Bomben ausschalten, Kameras zerstören und noch vieles mehr, damit das Level auch erfolgreich abgeschlossen werden kann. Dementsprechend steigt natürlich auch der Schwierigkeitsgrad und dieser ist, wie auch schon auf dem N64, nicht von schlechten Eltern. 

Um also 100% zu erreichen, gehen viele Stunden ins Land, somit ist Goldeneye 007 Wii, durch die verschiedenen Spiel-Modi durchaus ein Titel, an dem man lange Freude hat.

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Grafik: 

Natürlich kann  man in dieser Stelle kaum einen Vergleich zu dem N64 Vorgänger ziehen. War damals doch alles recht kantig, hakelig und matschig anzusehen. Eine viel bessere Figur macht Goldeneye 007 daher auf der Wii. Wo uns sogar eine zerstörbare Umgebung geboten wird, doch sollte man sich ein paar Details nicht allzu genau ansehen. Dennoch hat das “Remake”, dank neuen Settings, den Sprung ins 21. Jahrhundert gut überstanden. Auch die Licht- und Schatteneffekte können sich durchaus sehen lassen.

Sound: 

Wer hier den Sound aus N64 Zeiten im Ohr hat, wird bitter enttäuscht. Und damit meine ich nicht den Titel Song, der extra für das Spiel von Nicole Scherzinger (Pussycat Dolls) eingesungen wurde, sondern den Ingame Sound. Selbstverständlich ist der Sound gut, auch die Effekte, aber es ist eben eine Neuauflage und darunter fällt auch, dass die Musikuntermalung in den Levels neu aufgenommen wurde.

Steuerung: 

Wer die Wahl hat, hat die Qual, denn bei Goldeneye 007 Wii könnt ihr zwischen vier (!) verschiedenen Steuerungsmöglichkeiten wählen. Diese wären Remote und Nunchuck, Classic-Controller, Nintendo Gamecube Pad und der Wii Zapper. Wobei beim testen der Pro-ClassicController, sowie Remote + Nunchuck bevorzugt wurde, da dieser am besten die Eigenschaften des CC und des GameCube Pads vereint. Doch egal für welche Variante ihr euch entscheidet, die Steuerung lässt nicht viel Raum für Kritik, lediglich die Aufnahme der Waffen und der Waffenwechsel könnte etwas schneller von statten gehen, denn bis man eine Waffe aufgenommen hat, hat der Gegner genügend Zeit, einem den Gar auszumachen.

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Multiplayer: 

Das Herzstücks eines Ego-Shooters und sollte man es bisher immer noch nicht gemerkt haben, dass viel Zeit vergangen ist, so wird man das spätestens jetzt. Denn von dem Goldeneye auf dem Nintendo 64, bis zum Goldeneye 007 für Nintendo Wii von heute, ist es in Sachen Multiplayer schon fast ein Quantensprung, den man hinter sich hat. Oder wer erinnert sich nicht daran, sich zu viert vor einen winzig kleinen TV zu klemmen und via Splitscreen die meisten Abschüsse zu erzielen? Heute ist das anders. Da setzt man sich vor seinen TV, gibt den Freundescode seiner Freunde ein, eröffnet eine Gruppe und geht zusammen auf die Jagd. Natürlich geht das auch offline und natürlich gibt es viele verschiedene Modi, die man wählen kann. Der einfachste darunter dürfte Konflikt darstellen. Einfach rein in das Geschehen und als erstes 30 Punkte (1 Punkt pro abgeschossenen Gegner) erzielen. Dabei ist sich jeder selbst der nächste. Im Team-Konflikt hingegeben, kämpft ihr zusammen, um dieses Ziel zu erreichen. Und jeder der schon einmal Call of Duty und Konsorten gespielt hat, wird sich sofort heimisch fühlen. Negativ fiel uns dabei auf, dass die Maps recht klein sind und man daher oft an der selben Stelle respawnt, an der man auch gestorben ist. So hatte der Gegner oft ein leichtes Spiel. Bemerkenswerte Ruckler gab es nicht und James Bond Fans dürfte es auch interessieren, dass man bei der Charakterwahl (offline) viele bekannte Gesichter zu Auswahl hat, wie zum Beispiel Beisser, Dr. No, Oddjob und wie sie alle heißen.

Fazit: 

Heureka! War ich Anfangs noch von dem unbekannten Setting und dem mir unbeliebtesten Bond-Darsteller aller Zeiten enttäuscht, verflog dies doch recht schnell. Vor allem, als der erste Abend im Multiplayer vorbei war. Welch ein Unterschied! Dennoch finde ich, da man eh alles geändert hat, hätte man auch gleich einen neuen Bond-Titel zaubern können und nicht ein Goldeneye, welches nichts mehr, bis auf die Story, mit dem Original gleich hat. Doch unterm Strich ist Goldeneye 007 Wii ein Ego-Shooter der Spaß macht und für diesen, dank verschiedener Schwierigkeitsgrade und Multiplayer, lange sorgt.

Spielverweis: 

Screenshots:

Pro & Contra

+ langer Spielspaß
+ frisches Setting
+ sehr guter Multiplayer

- kein Pierce Brosnan als James Bond
- durch neues Setting geht etwas Nostalgie verloren

Wertung

Grafik:

Sehr schöne Lichteffekte
Sound:

"Goldeneye" extra von Nicole Scherzinger eingesungen
Multiplayer:

Bis auf zu kleine Maps ein riesen Spaß
Spielspass:
Deine Wertung: Nichts Userwertung: 9 (1 vote)

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