Disney Micky Epic (Wii)

Spieleinfos
 Boxart (EU) Boxart (US)
Publisher: Disneys Interactive
Releasedatum: 25/11/2010
ab 6
Spieleranzahl: 1
Bildformat: 16:9, 60 Hz,
Genre: Jump'n'Run

Es war schon überraschend als bekannt wurde, dass Entwickler-Guru Warren Spector ein Micky Maus Spiel machen würde. War Spector doch in der Vergangenheit für Spieleperlen wie Deus Ex und Thief verantwortlich, welche primär auf ein erwachsenes Publikum zugeschnitten waren. Ob Warren Spector ein ähnlich intensives Spielerlebnis mit der berühmtesten Maus der Welt erschaffen hat, oder ob Disney Micky Epic ein griff ins Klo ist, erfahrt ihr in unserem Test!

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Spielinhalt: 

Micky Epic beginnt mit einer tollen Introsequenz, welche aufzeigt wie und warum Micky in seinem neusten Abenteuer auf eine gefährliche Reise geht. Dabei ist Micky selbst, die Maus, welche die Büchse der Pandora öffnet in dem er mit den magischen Pinsel des alten Magiers spielt. So ensteht ein bösartiges Tintenmonster, welches fortan im Wasteland für Unruhe sorgen soll. Doch Micky ist dies im ersten Moment reichlich egal, nachdem er allerlei Unfug mit den magischen Gegenständen getrieben hat, flüchtet er in seine eigene Welt und vergisst den Vorfall recht schnell. Doch eines Tages sorgte das schwarze Phantom dafür, dass Micky ins Wasteland gesogen wir und das Abenteuer beginnt!

Wasteland, das ist die Welt in denen sich alte nicht mehr benötigte Disney Charaktere aufhalten. Aufs Abstellgleis gestellt, konnten sie unter der Herrschaft des Cartoon Hasen Oswald ein eigenes kleines Königreich bilden. Eines Tages wurde die Welt jedoch vom schwarzen Phantom (Siehe Vorfall einen Abschnitt über diesem) unterjocht. In der Gestalt von Micky begegnet ihr einigen finsteren Gesellen im Wasteland und auch Oswald scheint euch nicht gerade wohlgesonnen.

Mickys mächtigste Waffe im Spiel ist sein magischer Pinsel, samt Farbe und Verdünner. Mit der Farbe könnt ihr Dinge erschaffen wie Brücken und Wände. Auch könnt ihr mit der Farbe viele Gegner zum Guten bekehren. Sind sie also angemalt wechseln sie auf eure Seite und kämpfen sogar gegen ihre bösen Kollegen. Mit dem Verdünner wiederum könnt ihr Gegenstände auslöschen. Radiert ganze Häuser aus, oder vernichtet die vormals erschafften Brücken und Wände. Auch könnt ihr den Verdünner nutzen, um Gegner vom Angesicht der Welt zu löschen. Euch wird somit direkt im Grundprinzip des Spiels eine gewisse Freiheit gegeben. Ihr könnt erschaffen und auslöschen. Da die Gegenstände die ihr löschen oder erschaffen könnt jedoch festgelegt sind, wird ein gutes Stück der Freiheit direkt wieder in ein recht enges Korsett gesteckt – Schade!

Nutzt ihr Farbe und/oder Verdünner wird zudem stets eine Leiste gefüllt und sogenannte Wächter werden angelockt. Führt ihr dann bestimmte Gesten-Befehle aus, aktiviert der Spieler einen starken Angriff. Jump and Run typisch kann Micky sich auch mit einer klassischen Wirbel-Attacke verteidigen bzw. angreifen. Auch recht typisch für ein modernes 3D Jump and Run ist das sonstige Gameplay. Springt und rennt durch toll designte Level, erfüllt Aufträge die euch von vielen Wasteland Bewohnern gegeben werden und findet,  während ihr unterwegs seid, viele Schätze. Der gravierendste Unterschied zu anderen Spielen dieser Art kommt wieder durch den Einsatz von Farbe und Verdünner ins Spiel. Um die verschiedenen Level zu meistern, ist es oftmals nötig diese gezielt einzusetzen. Erschafft Objekte, um an ein Ziel zu kommen oder löscht Hindernisse aus. Je nachdem wie ihr euch dabei anstellt, kann sich dies dann auf den weiteren Spielverlauf auswirken. In dem ihr zb. Dinge auslöscht und so Wasteland Bewohner befreit, könnt ihr fortan mit deren Hilfe Rechnen.

Wenn Micky dann von einem Gebiet in ein neues wechselt, wechselt auch das Gameplay von 3D zu klassischem 2D. Diese Level lassen älteren Zockern dann die Tränen in die Augen schießen, sind sie doch in schwarz/weiß gehalten und orientieren sich an sehr alten klassichen Cartoons. Die Level sind einfach wundervoll designt und bieten eine tolle Auflockerung zur sonstigen Optik und Gameplay!

Eine nette Fähigkeit von Micky ist die „Skizzen-Funktion“. Micky pinselt spezielle Objekte und verhilft diesen damit zu neuem Leben. Pinselt er etwa eine TV-Röhre erscheint diese aus dem nichts und alle Gegner in der Nähe versammeln sich vor der Glotze und diese zu starren. Selbstredent verschwenden sie in dieser Zeit keinen Gedanken daran, Micky die Beine lang zu ziehen. Im Laufe des Abenteuers, welches nur langsam an Fahrt gewinnt, muss sich Micky natürlich auch dem ein oder anderen Endgegner stellen. Diese Aufeinandertreffen sind toll inszeniert, bieten ausreichend Herausforderung und machen einfach Spaß.

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Grafik: 

Grafisch macht Micky Epic einiges her. Kräftige Farben und wundervolle Kulissen tragen maßgeblich zur guten Atmosphäre bei. Besonderes Lob gilt dabei dem Artdesign verschiedener Disney Figuren und der Vielseitigkeit der Welten. Viele Level orientieren sich an bestimmten Disney Themen, welche optisch alle herrvorragend umgesetzt wurden. Nostalgiker erfreuen sich zudem besonders über die 2D Hüpfpassagen welche den Stil, der uralten Disney Kurz-Cartoons toll einfangen.

Micky Epic ist zwar auch nicht frei von Fehlern, so kann man den ein oder anderen Clipping Fehler ausmachen, aber alles in allem hat Warren Spectors Team sehr gute Arbeit geleistet! Und hat eines der optisch schicksten Wii Spiele gezaubert!

Sound: 

Effekte, Geräusche und dergleichen sind hervorragend in Szene gesetzt worden und auch die Melodien gehen direkt ins Ohr und lassen einen schnell mit summen und passen sich dem geschehen immer an. Da ist auch oftmals der Name Programm und es ertönen epische Musikstücke. So setzt zum Beispiel das alt bekannte Piano geklimper ein, wenn ihr mit Micky durch die Gegend schleicht.

Steuerung: 

Die Steuerung geht leicht von der Hand und kommt ohne zu viele Schütteleinlagen aus und erweist sich insgesamt als sehr ordentlich. Die Gestensteuerung kommt zum Beispiel dann zum Einsatz, wenn der Spieler durch schütteln der Wiimote die Wirbelattacke startet. Ständiger Begleiter ist die Pointer-Funktion. Mit dieser Zielt der Spieler auf Gegenstände und kann diese entweder bemalen oder mit Hilfe des Verdünners vernichten. Auch dies funktioniert bis auf eine Ausnahme tadellos. Die Ausnahme dabei ist, dass bei Höhenunterschieden mehrerer Ebenen nicht immer die Ebene getroffen wird, welche anvisiert wurde. Denn die Farbe/Verdünner bleibt nur allzu gern direkt an der ersten Ebene hängen. Hier wäre ein gewollter „Clippingfehler“ die bessere Wahl gewesen. Als weiterer Negativpunkt wäre die teils nicht optimale Kameraführung genannt. Diese ist teilweise zickig und nicht immer optimal justierbar. Ein Spielspaßkiller stellt sie aber sicherlich nicht dar!

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Fazit: 

Disney Micky Epic spaltet die Gemüter, manch einer sieht in dem Spiel nur ein weiteres mittelmäßiges Spiel, andere sind begeistert. Wir schließen uns letzterer Meinung an. Micky Epic bietet extrem viele fantastische Spielideen, ein abwechslungsreiches Gameplay und kann auch technisch mehr als nur überzeugen. Die viel gescholtene Steuerung bzw. Kamera sind wahrlich keine Meisterstücke, jedoch kommt uns die Kritik doch sehr überzogen vor. Denn trotz kleiner Mängel bleibt die Spielbarkeit gegeben und darauf kommt es an. Als letztes können wir nochmals ganz klar auf unsere Wertung hinweisen. Die Note unter unserem Test schimpft sich Spielspaß Note. Wir errechnen nicht mit mathematischer Formel irgendwelche Statuswerte. Wir benoten das, worauf es ankommt - den Spielspaß. Und mit Disney Micky Epic hatten wir jede Menge Spaß. Klare Kaufempfehlung!


Pro & Contra

+ Entscheidungsfreiheiten...

+ Tolle Geschichte

+ Musik und Grafik sind top!

+ 2D Abschnitte

- ...die nicht konsequent genug genutzt werden

- ...die recht langsam in die Gänge kommt

- Kamera Probleme

 

Wertung

Grafik:

Mit das beste was man auf Wii zu sehen bekommt
Sound:

So gut wie in den Filmen!
Spielspass:
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