Der Goldene Kompass (DS)

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Entwickler: Artificial Studios
Publisher: Sega
ab 6
Spieleranzahl: 1-2
Genre: Jump'n'Run

Wie so oft gibt es zu einem aktuellen Kinofilm auch das dazu passende Videospiel. So ist es auch bei Der goldene Kompass. Ob es sich hier wie so oft um ein mäßiges oder gutes Lizensspiel handelt, erfahrt ihr in unserem Test.

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Spielinhalt: 

Das kleine elternlose Mädchen Lyra, die in einer der unseren ähnelnden Welt lebt, wohnt mit ihrem Dämonen Pan in einem College in Oxford. Als sie einen geheimen Vortrag ihres Onkels belauscht, in dem es um geheimnisvollen Staub und eine Geisterstadt geht, beschließt sie mit der Forscherin Mrs. Coulter dort hin zu reisen. Doch bevor sie das College verlässt, erhält sie vom Rektor noch den Goldenen Kompass, das Alethiometer.

Das Spielt steigt, statt am Anfang, direkt mitten im Geschehen ein. So befindet man sich mit Lyra, Pan und dem Eisbären Iorek Byrnison mitten im Schnee. Doch dies ist erst das Tutorial. Hier bekommt man die Steuerung gut erklärt und hat auch Zeit diese zu üben. Hat man die drei Kapitel des Tutorials beendet, startet das Spiel wie im Film in Oxford. Allerdings ist der Start in das Spiel zu schnell, da man recht lange braucht um die Geschichte und die Charaktere näher kennen zu lernen.

Verlässt man Oxford erhält man den Hauptgegenstand des Spiels, das Alethiometer. Dieser nützliche Kompass fungiert nicht als dieser, sondern sagt Wahrheit oder Gefahren an oder deckt Geheimnisse auf. Im Laufe des Spiels erhält man immer wieder nützliche Tipps um ihn besser einsetzten zu können. Außerdem wird das Alethiometer auch oft in Dialogen verwendet. Hier muss man es richtig an wenden um auf Fragen richtig zu antworten. Beantwortet man sie falsch wird man zum nächsten Checkpoint zurückgesetzt.

Die Aufgaben des Spiels sind nicht sehr abwechslungsreich. Verschlossene Tür + Schalter oder gefundener Schlüsser = geöffnete Tür. Das ist die Gleichung des Spiels. Nebenher tauchen oft Hunde, Wachen oder sonstige Gegner auf die man entweder besiegt, oder sich davor versteckt. Natürlich kämpft Lyra nicht gegen wilde Tiere. Hierfür hat sie Pan oder den Eisbären Iorek, in deren Rollen man auch oft schlüpft. Vorallem Pan hat eine wichtige Funktion im Spiel. Da er sich auch in einen Adler verwandeln kann, kann man mit ihm höher gelegene Orte erreichen.

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Grafik: 

Die Grafik des Spiels lässt einem zwar nicht gerade die Augen aus dem Kopf fallen, dennoch ist sie ausreichend. Die Missionen sind gut gestaltet und auch die Charaktermodelle sehen nett aus. Zwar hat Tyra meines Erachtens keine Augen oder sonstiges menschliches im Gesicht, was aber beim spielen nicht wirklich stört.

Sound: 

Im Gegensatz zur Grafik ist der Sound nichts weltbewegendes. Im Hintergrund ist eine sich ständig wiederholende Dudelmusik zu hören, welche anfangs noch gefällt, sich aber dann schnell zu nervig umstellt. Auch was die Charaktere von sich geben ist alles andere als bezaubernd. Berührt man z.B. einen Feind ertönt ein klassisches 'ah!' von Lyra. Lässt man sie kurz stehen bekommt man ein Gähnen zu hören, welches sich alle 15 Sekunden wiederholt.

Steuerung: 

Besser ist hier schon wieder die Steuerung gelungen. Bereits nach ein paar Minuten spielen hat man diese gut erlent. Gesteuert wird Lyra mit dem Steuerkreuz. Doch zweimal antippen des Steuerkreuzes rennt Lyra. Der B Knopf dient zum Springen. Aktionen werden mit Y ausgeführt. Mit X ruft man den Dämonen Pan, welcher mit L seine Gestalt wechseln kann. Besonders für jüngere ist die Steuerung einfach.

Fazit: 

Bereits als ich das Spiel in den Händen hielt dachte ich an die hunderte von schlechten Lizensspielen und wollte herausfinden ob auch dieses Spiel dazu zählt. Die Antwort ist leider ja. Das Spiel hat ein paar gute Ansätze, doch langweilt durch einfache und sich wiederholende Rätsel und auch die langweiligen Dialoge bringen dem Spiel keinen Pluspunkt ein. Zwar ist das Spiel für jüngere ein netter Zeitvertreib, für erfahrene und ältere Spieler ist das Spiel allerdings nicht zu empfehlen.
Anmerkung: Leider war es mir nicht möglich den Multiplayer zu testen, daher erhielt er keine Wertung.

Zum Schluss ein Wort in eigener Sache:
Es sei ein großes Dankeschön an die Presseabteilung von Sega ausgesprochen, die uns ein Presse-Exemplar dieses Spieles zukommen ließen.


Pro & Contra

+ Story orientiert
+ Dämon Feature
+ Gutes Leveldesign

- Gegner oft nervig
- Hintergrundmusik auf Dauer nervig
- linear

Wertung

Grafik:

Sound:

Spielspass:
Noch keine Bewertungen

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